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Überlebende: Licht im Flugzeug fiel vor Absturz in Kolumbien aus

Maschine nicht explodiert: Indiz für Treibstoffmangel

Eine der wenigen Überlebenden des Flugzeugabsturzes in Kolumbien hat von technischen Problemen kurz vor dem Unglück berichtet. Das sagte der Gouverneur des kolumbianischen Departements Antioquia, Luis Perez, dem Radiosender Caracaol. Er habe im Hospital mit einer überlebenden Stewardess gesprochen.

"Das wenige, was sie sagen konnte, war, dass die Lichter 40, 50 Sekunden vor dem Absturz zu flackern begannen und ausgingen", berichtete Perez. Die Luftfahrtbehörde hatte Treibstoffmangel als eine mögliche Ursache angegeben. Die beiden Flugschreiber konnten bereits geborgen werden und sollen genauen Aufschluss über die Ursache des Unglücks geben.

Das Flugzeug war rund 40 Kilometer vor Medellin, Hauptstadt von Antioquia, in 3.000 Meter an einem Berg abgestürzt. Zuvor hatten die Piloten dem Tower technische Probleme gemeldet.

Die Mannschaft des brasilianischen Fußball-Clubs Chapecoense musste auf dem Weg zum Finalhinspiel um den Südamerika-Cup gegen Atletico Nacional aus Medellin zu einem Plan B greifen, weil die brasilianische Luftfahrtbehörde einen Direktflug von Sao Paulo nach Medellín verweigert hatte. Erst ging es per Flug nach Santa Cruz in Bolivien, von dort mit einem Charterflugzeug vom Typ Avro RJ85 der Gesellschaft Lamia Richtung Medellin.

Experten wiesen darauf hin, dass die Reichweite des Flugzeugs nur knapp für diese Distanz reiche. Dass das Flugzeug nicht explodiert sei, könne ein Indiz für Treibstoffmangel sein.

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