Überfall auf FPÖ-Generalsekretär: Klement in Klagenfurt mit einer Chemikalie besprüht!

Unbekannter stürmte Parteizentrale mit Spritzpistole 43-Jähriger wurde sofort ins Krankenhaus eingeliefert

Der freiheitliche Generalsekretär und geschäftsführende Kärntner FPÖ-Obmann Karlheinz Klement ist Opfer eines Überfalles geworden. Er wurde in den Räumlichkeiten der FPÖ-Zentrale in Klagenfurt von einem Unbekannten offensichtlich aus einer Spritzpistole mit einer bisher noch nicht analysierten Chemikalie besprüht. Der 43-Jährige wurde ins Krankenhaus gebracht.

Die frühere FPÖ-Spitzenpolitikerin Kriemhild Trattnig meldete sich schilderte den Vorfall. Demnach hatte ein rund 40-jährige Mann das Parteibüro am Feldmarschall-Conrad-Platz nahe dem Klagenfurter Stadtzentrum betreten und den dort anwesenden Klement im Beisein zweier Mitarbeiter auf das Wüsteste beschimpft.

Klement habe den Unbekannten daraufhin aus der Türe gedrängt und diese geschlossen. Kurz darauf sei der Mann wieder in den Raum gestürmt, habe auf den Politiker eine Pistole oder möglicherweise eine Pfefferspraydose gerichtet und ihm ins Gesicht gespritzt. Daraufhin habe der Mann, der als "dunkler Typ" beschrieben wurde, die Flucht ergriffen.

Die Mitarbeiter der FPÖ-Zentrale alarmierten unverzüglich die Polizei, die wiederum die Rettung verständigte. Trattnig erklärte, Klement habe sie aus dem LKH Klagenfurt angerufen, wo zuallererst seine Augen untersucht wurden.

Keine ernsten Verletzungen
Klement hat bei der Attacke keine ernsten Verletzungen erlitten. Der 43-Jährige war vermutlich mit Pfefferspray angegriffen worden.

Klement wurde ins LKH Klagenfurt gebracht, wo seine Augen versorgt wurden, der Angreifer hatte ihn im Gesicht getroffen. Nach ambulanter Behandlung konnte er das Spital wieder verlassen und kehrte in das Parteibüro der FPÖ am Feldmarschall-Conrad-Platz zurück. "Ich habe den Menschen noch nie zuvor gesehen", sagte Klement. Er könne auch nicht sagen, ob der Mann, der vor dem Parteilokal Anti-FPÖ-Parolen geschrien hatte, allein gewesen sei.

"Plötzlich hat er ein Ding auf mich gerichtet, das wie eine Spielzeugpistole ausgesehen hat", berichtete Klement. Dann sei er mit einer transparenten Flüssigkeit im Gesicht besprüht worden, die in den Augen höllisch gebrannt habe. Im ersten Moment habe er überhaupt nichts mehr sehen können, inzwischen habe sich die Situation aber wieder gebessert.

"Ich habe dem Mann keine Beachtung geschenkt, weil so etwas öfter vorkommt", meinte Klement. Der Täter dürfte zwischen 30 und 40 Jahre alt sein, von ihm fehlte vorerst jede Spur. Der FPÖ-Generalsekretär wurde am Nachmittag von der Polizei einvernommen, eine erste Fahndung nach dem Unbekannten blieb ohne Erfolg. (apa/red)