Über 34.000 Erstzugelassene: Deutsche sorgen für neuen Studienanfänger-Rekord!

Doppelt so viele deutsche "Starter" wie im Vorjahr 217.800 Studenten heuer an österreichischen Unis!

An den österreichischen Universitäten gibt es heuer wieder einen neuen Rekord an Studienanfängern: Insgesamt haben nach Angaben des Bildungsministeriums im Wintersemester 2005/06 34.024 Personen ein Studium begonnen - das sind rund 1.900 mehr als im bisherigen Rekordjahr 2003/04 und um 2.100 mehr als 2004/05. Der starke Anstieg geht vor allem auf das Konto der Deutschen: Die Zahl der Studienanfänger aus dem Nachbarland hat sich gegenüber dem Vorjahr von 1.929 auf 4.064 mehr als verdoppelt.

Seit dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) im vergangenen Juli müssen deutsche Studenten keine Studienberechtigung in ihrem Heimatland mehr nachweisen, um an österreichischen Unis inskribieren zu dürfen. Österreich reagierte darauf mit Zugangsbeschränkungen in acht Studienrichtungen, vor allem in den medizinischen Fächern kam es zu einem starken Zuwachs deutscher Studienanfänger. Die Zahl der österreichischen Erstzugelassenen ist dagegen nur leicht gestiegen - von 22.681 im Wintersemester 2004/05 auf 22.780 heuer.

Ebenfalls einen Anstieg gab es bei der Gesamt-Studentenzahl: An den österreichischen Unis studieren heuer 217.800 Personen, das sind knapp 8.000 mehr als im Vorjahr. Der Rekord liegt hier noch in der Zeit vor Einführung der Studiengebühren (243.600 im Jahr 2000).

Auf einen Rekordwert zugenommen hat dagegen die Zahl der Fachhochschul(FH)-Studenten: 2005/06 studierten bereits rund 25.700 Personen an den FH (plus 2.300 gegenüber dem Vorjahr). Eine Ausbildung an einer FH begonnen haben heuer mehr als 8.200 Personen (plus 700). Geradezu explodiert ist die Zahl der Abschlüsse: Im vergangenen Studienjahr (2004/05) haben mehr als 4.200 Personen ein FH-Studium abgeschlossen, das ist ein Plus von mehr als 1.200. Keine entsprechenden Vergleichsdaten für 2004/05 gibt es im Uni-Bereich.

"Der Trend zur höheren Bildung hält ungebrochen an", meinte Bildungsministerin Elisabeth Gehrer (V) in einer Aussendung.

(apa)