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Über 30 Palästinenser nach neuer Angriffswelle in Nahost festgenommen

Israelische Sicherheitskräfte verstärken Präsenz vor jüdischen Festen

Nach einer neuen Welle von Angriffen haben die israelischen Sicherheitskräfte binnen zwei Tagen mehr als 30 Palästinenser festgenommen. Wie Polizei und Armee am Donnerstag mitteilten, stehen die Festgenommenen unter Terrorverdacht, aber auch Delikte wie Waffenbesitz und Drogenhandel werden ihnen zur Last gelegt.

Nach einer Phase relativer Ruhe hatte es seit vergangenem Freitag wieder mehrere Angriffe oder versuchte Attacken auf Israelis gegeben. Nach Angaben der Polizei wurden in Ostjerusalem in den vergangenen Tagen 23 Palästinenser festgenommen, dort beschlagnahmten die Beamten außerdem mehrere Waffen. Im ebenfalls von Israel besetzten Westjordanland nahm die Armee zudem zwölf Palästinenser fest. Unter den Festgesetzten sind demnach auch vier mutmaßliche Mitglieder der radikalislamischen Hamas, die den Gazastreifen beherrscht.

Seit Ende Oktober vergangenen Jahres wurden bei einer Gewaltwelle im Nahen Osten 230 Palästinenser, 34 Israelis und vier Ausländer getötet. Bei der Mehrheit der Getöteten handelte es sich um erwiesene oder mutmaßliche palästinensische Angreifer. Derzeit befürchten die Behörden, dass die Gewalt mit den anstehenden jüdischen Festen Anfang Oktober erneut steigt, unter anderem stehen das Neujahrsfest Rosch Haschana und der Feiertag Jom Kippur an.

Die israelische Polizei und die Armee verstärkten zuletzt ihre Präsenz in Jerusalem sowie im Westjordanland. Patrouillierende Beamte wurden zudem mit einem zusätzlichen Schutz ausgestattet, den sie über ihrer Sicherheitsweste tragen, um besser gegen Messerangriffe gerüstet zu sein.

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