Über 200.000 Besucher am Kulm erwartet: Erhebliche Staus sind vorprogrammiert

Auch Parkplatzsuche kann zur Nervenprobe werden Autoclubs empfehlen Umstieg auf ÖBB-Sonderzüge

Am kommenden Wochenende startet ein wintersportliches Highlight des Jahres: die Ski-Flug-WM 2006 am Kulm in der Obersteiermark. Von Donnerstag bis Sonntag wird in der Region um Bad Mitterndorf der Weltmeistertitel sowohl im Einzel- als auch im Mannschaftsbewerb "ausgesprungen". Rund 210.000 Besucher werden bei dem Event erwartet - das bedeute auch Verzögerungen und Staus bei der An- und Abreise, warnten die Autofahrerclubs am Dienstag.

"Das Problem an der Sache ist, das es nur einen Hauptanreiseweg gibt: die B145, die Salzkammergut Bundesstraße", erklärte Thomas Haider vom ARBÖ-Informationsdienst. Diese sei nicht die breiteste: "Man kann sie als Flaschenhals bezeichnen." Vor allem vor den Veranstaltungen werde es erhebliche Staus geben, die bis nach Trautenfels und Liezen, bzw. Gröbming und Schladming zurückreichen werden, so Haider. Aber auch auf den erweiterten Anreiserouten - der B320, Ennstal Bundesstraße zwischen Liezen bzw. Schladming und Trautenfels sowie der B158, Wolfgangsee Bundesstraße zwischen Salzburg und Bad Ischl - müsse man Verzögerungen einplanen.

Außerdem hofft man bei der Autofahrerorganisation, dass das Wetter schön bleiben wird: "Das würde die Sache erleichtern. Bei einem Wintereinbruch mit einer Sperre des Pötschenpasses oder einer allgemeinen Kettenpflicht könnte sich die Verkehrssituation verschärfen, da dann Bad Mitterndorf nur noch über die Steiermark erreichbar sein wird", meint Haider.

Die Veranstalter hätten ein gutes Parkplatzmanagement auf die Beine gestellt: "Die Parkplätze sind sehr gut ausgeschildert und es gibt eigens ausgerichtete Stellflächen in Bad Mitterndorf und am Kulm", so der ARBÖ-Sprecher. Allerdings könnte die Parkplatzsuche vor allem vor dem Veranstaltungsbeginn für manchen Autofahrer zu einer Nervenprobe werden.

ARBÖ und ÖAMTC empfehlen, auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Es fahren ÖBB-Sonderzüge von Linz und von Graz am Freitag, Samstag und Sonntag. Am Donnerstag könnten "Goldi-Fans" ebenso mit einem Sonderzug zur Abschiedsgala des oberösterreichischen Ex-Skispringers fahren. Wer mit dem Auto anreist, müsse auf jeden Fall ein Zeitpolster von einer Stunde einplanen: "Das ist das Minimum", so Haider.(apa/red)