Nach dem Erdbeben und dem Tsunami in Japan sind auch die Pazifikstaaten in Alarmbereitschaft. Von Russland über Indonesien bis an die gesamte Westküste der USA und Südamerikas flüchteten die Menschen aus ihren Häuser. Zum Glück blieb die befürchtete Katastrophe vielerorts aus. Eine Übersicht:
Das Pazifische Tsunamizentrum in Los Angeles erließ Warnungen für die gesamte amerikanische Pazifikküste von Alaska bis Chile . Die Behörden aller betroffener Länder wurden aufgefordert, Maßnahmen zum Schutz der Bevölkerungen zu ergreifen. Der Tsunami nach dem schweren Erdbeben in Japan hat an der südamerikanischen Westküste zunächst keine Schäden angerichtet. Die Welle erreichte nach einem Weg von fast 16.000 Kilometern zuerst die Galapagosinseln weit vor der Küste Ecuadors und die zu Chile gehörende Osterinsel. Von den Galapagosinseln wurden einige Überschwemmungen gemeldet, die Osterinsel sei nur von einer kleinen Welle getroffen worden, teilten die Behörden am Freitag (Ortszeit) mit.
In Ecuador waren vorsorglich mehr als 260.000 Menschen aus küstennahen Regionen in Sicherheit gebracht worden, in Chile wurden ebenfalls zehntausende Bewohner tief gelegener Küstenstriche in höheres Gelände gebracht. Auch in Kolumbien und Peru waren die Behörden im Alarmzustand.
Freitag früh (Ortszeit) traf der Tsunami die US-Westküste. Die ersten Wellen liefen an der Stränden des US-Bundesstaates Oregon ein, berichtete der Radiosender KCBS. Der nordkalifornische Ort Crescent City wurde von über zwei Meter hohen Wellen getroffen. "Über 30 Boote im Hafen wurden beschädigt, Anlegestellen sind zu Bruch gegangen", sagte Joe Young von der lokalen Katastrophenbehörde. Mehr als 4.000 Einwohner seien in der Nacht in Sicherheit gebracht worden. Nach einem Beben 1964 waren in Crescent City elf Menschen in einer Flutwelle ums Leben gekommen.
Auch im Hafen von Santa Cruz südlich von San Francisco, gingen zahlreiche Boote zu Bruch. Die Flutwellen drückten Jachten in die Holzstege, Boote wurden losgerissen und trieben führerlos im Hafenbecken.
Tausende Schaulustige ignorierten Warnungen der Behörden und schauten sich das Naturspektakel entlang der Küste an. An einem Strand in Nordkalifornien wurden drei Männer von einer Welle ins Meer gerissen, berichtete der Radiosender KCBS. Zwei konnten sich an Land retten, die Suche nach ihrem 25-jährigen Freund wurde Stunden später eingestellt. Er gilt als einziges Todesopfer in Kalifornien.
Der Tsunami hatte bereits zuvor die zu den USA gehörenden Hawaii-Inseln erreicht. So wurden nach Angaben des Senders CNN im Norden von Maui fast zwei Meter hohe Fluten gemessen. Nach ersten Berichten gab es dort aber keine größeren Schäden.
Aufatmen auch andernorts: In Taiwan blieb der befürchtete Tsunami aus. Die Wellen seien klein geblieben und hätten keine Schäden angerichtet, berichtete die Nachrichtenagentur CNA. Die Behörden hatten vorsichtshalber tief liegende Küstenzonen evakuiert.
Auch in Indonesien blieben die Auswirkungen gering. Auf der Insel Halmahera wurde eine Tsunamiwelle von zehn Zentimetern gemessen. Tausende Menschen verließen im Osten Indonesiens ihre Häuser. Berichte von Verletzten oder Schäden gab es zunächst nicht.
Entwarnung gab es auch in Australien, Neuseeland und Papua Neuguinea .
Auf den Philippinen wurden Tausende Bewohner an der Ostküste in Sicherheit gebracht. Das Institut für Vulkanologie und Seismologie sprach eine Tsunamiwarnung für mehr als 19 Provinzen aus. In der Provinz Cagayan wurde eine Flutwelle mit 60 Zentimetern gemessen. Von größeren Schäden oder gar Toten wurde jedoch zunächst nichts bekannt.
Im äußersten Osten wurden mehr als 10.000 Menschen wegen eines drohenden Tsunamis in Sicherheit gebracht. Auf der Inselgruppe der Südkurilen sowie auf der Insel Sachalin seien mehrere Siedlungen in Ufernähe evakuiert worden. Berichte über Schäden gab es aber bis zum Abend nicht.
(apa/red)
Kommentare
Schlechtes Timing beim EURATOM Volksbegehren Wenn das EURATOM Volgsbegehren erst diesen Sonntag starten würde, es wäre wohl eines der erfolgreichsten aller Volksbegehren geworden.
Re: Schlechtes Timing beim EURATOM Volksbegehren Da gebe ich Ihnen absolut recht. Vielleicht beginnen sie in Deutschland und in der EU trotzdem nachzudenken. Höchste Zeit wäre es. Sie sollten dieses Beben als ernste Warnung nehmen.
Es ist Zeitenwende! Und Gott sprach: "Seht ich komme und mache alles neu. Einen neuen Himmel und eine neue Erde, denn das Alte ist nicht mehr!" Gott helfe uns.
www.hopeland.at
Re: Es ist Zeitenwende! Joooo! Hopeland dann ists für dich an der Zeit - nimm deinen PC wirf ihn weg und erlöse uns vor deinem Unsinn.
@ Bananenbiager Bitte sieh nach wo du dein Hirn verloren hast. Es wird Zeit es zu suchen! Good luck.
