Wer denkt schon, dass er seiner Gesundheit schadet, wenn er sich die Hände wäscht, die Zähne putzt oder eine Ladung Deo aufsprüht? Tatsächlich könnten uns diverse Hygieneartikel aber mehr schaden als nützen. Und zwar indem sie unsere Muskeln schwächen. Schuld daran ist der Wirkstoff "Triclosan".
An sich ist Triclosan ja eine gute Sache: Es desinfiziert und hemmt das Bakterienwachstum. So wird es beispielsweise in Reinigungs- und Waschmitteln, Seifen, Zahnpasta, Mundwasser und Deos eingesetzt. Also Produkten, mit denen wir tagtäglich in Berührung kommen. Umso schlimmer, dass der Chemikalie eine musekelschwächende Wirkung nachgesagt wird.
Herzleistung verringert
Zu Recht, wie sich in mehreren Versuchen an der University of California laut "spiegel.de" zeigte. Wurde Triclosan etwa in die Bauchhöhle von Mäusen gespritzt, konnten sich die Tiere nicht mehr so gut am Untergrund festhalten. Eine Injektion in den Herzbeutel minderte die Herzleistung gar um 25 Prozent. Die Wirkung auf den Menschen wurde anhand von im Labor gezüchteten menschlichen Herzmuskelzellen erforscht. Kamen sie mit der Chemikalie in Verbindung, verringerte sich ihre Fähigkeit sich zusammenzuziehen.
Seit 2010 in Lebensmitteln verboten
Die Dosen an Triclosan, die bei den Mäusen zur Muskelschwäche führten, kommen übrigens prozentual auch im menschlichen Organismus vor. Seit 2010 ist der Einsatz von Triclosan in Lebensmitteln europaweit verboten. Gleiches gilt für Materialien, die direkt mit Lebensmitteln in Kontakt kommen. Immerhin. Bedenklich allerdings, dass Triclosan immer noch für diverse Hygieneartikeln zugelassen ist, kommen wir mit diesen doch tagtäglich in Berührung ohne auch nur etwas von der Wirkung zu ahnen.
Kommentare
Kennen wir schon Bin schon neugierig auf die "neuen" Hygieneartikel, die sich das Schlagwort TRICLOSANFREI auf die Fahne heften. Wahrscheinlich ein US Pharmakonzern.