Treffen in Peking: Internationale Geber- konferenz gibt 1,9 Mrd. $ gegen Vogelgrippe!

Ministerin Rauch-Kallat: Treffen bekam Eigendynamik

Mit Zusagen über 1,9 Milliarden US-Dollar (1,57 Mrd. Euro) für Maßnahmen gegen die Vogelgrippe ist am Mittwoch die internationale Geberkonferenz in Peking zu Ende gegangen. "Diese Summe ist damit fast doppelt so hoch wie das vor Beginn der Konferenz genannte Ziel", sagte Gesundheitsministerin Maria Rauch-Kallat (V) der APA. Mit dem Geld sollen vor allem die Gesundheitsdienste und die tiermedizinischen Kontrollen in den Entwicklungsländern unterstützt werden.

Zum Abschluss der zweitägigen Beratungen verabschiedeten die 700 Delegierten aus 90 Staaten und mehr als 20 internationalen Organisationen außerdem eine "Pekinger Erklärung". Darin wird angesichts der drohenden Gefahr einer globalen Epidemie mit Millionen Toten zu einem "koordinierten, schnellen und entschlossenen" Vorgehen aufgerufen. UN-Generalsekretär Kofi Annan richtete einen dramatischen Appell an die Delegierten: "Es darf keine Zeit verschwendet werden."

900 Millionen Dollar (745 Mio. Euro) der insgesamt zugesagten 1,9 Milliarden Dollar sollen aus Krediten kommen, berichtete Rauch-Kallat. Die Summe könnte sogar noch höher werden, denn Kanada und Australien sind laut der Ministerin noch nicht mitgezählt. Bisher wollen die USA 334 Millionen Dollar (277 Mio. Euro) und die Europäische Union 250 Millionen Dollar (207 Mio. Euro) zur Verfügung stellen. China, wo die Vogelgrippe bereits fünf Menschen das Leben gekostet hat, will zehn Millionen Dollar (8,28 Mio. Euro) beisteuern und Österreich beteiligt sich an der Eindämmung der Vogelgrippe mit einer Million Euro, 500.000 davon bestehen in Expertenleistungen.

"Es war mir wichtig, dass ein Monitoring der Maßnahmen sichergestellt wird", sagte die Ministerin. Dieses soll innerhalb der bestehenden Institutionen stattfinden. Mit dem Monitoring will die Ministerin klar dokumentieren, was mit den Geldern im Kampf gegen die Vogelgrippe geschieht.

(apa/red)