Traum von Gold: Hermanns letzter Anlauf

Traum von Gold: Hermanns letzter Anlauf

Bei den Olympischen Spielen in Turin (10. bis 26. Februar) will sich Hermann Maier seinen letzten Karrieretraum erfüllen. Aber noch stottert der Erfolgsmotor.

Bei der Silvesterabfahrt in Bormio hat er sie kaum mehr gespürt, die Prellungen am ganzen Körper, die er sich beim kapitalen Abflug im Riesentorlauf von Kranjska Gora kurz vor Weihnachten geholt hat. Dennoch reichte es auf seiner Lieblingsstrecke für Hermann Maier nur zum enttäuschenden Platz 13. Im Super-G-Teil der „Stelvio“-Piste, dort, wo der „Herminator“ zu seinen besten Zeiten die Riesenvorsprünge herausgeholt hat, verliert er jetzt die entscheidenden Zehntelsekunden für eine absolute Top-Platzierung. Krisenstimmung lässt der Ski-Kaiser dennoch keine aufkommen: „Ich hab in der Abfahrt heuer schon den 4. Platz aus Lake Louise stehen. Den hab ich vor einem Jahr zu diesem Zeitpunkt noch nicht erreicht.“ Beziehungsvoller Nachsatz: „Richtig schnell muss ich ja erst in einem Monat sein.“ In fünf Wochen, am 12. Februar, steigt in Sestriere nämlich die Olympiaabfahrt 2006 – der letzte große Gold-Traum des Doppelolympiasiegers von 1998, dreimaligen Weltmeisters und vierfachen Gesamtweltcupgewinners, der Ende Oktober 2005 auf dem Gletscher über Sölden seinen 51. Weltcupsieg gefeiert hat.

Elf Rennen ohne Platz auf dem Podium. In den elf Rennen danach schaffte es Hermann Maier aber nie mehr aufs „Stockerl“. Einmal machten ihm Wind und Wetter einen Strich durch die Rechnung, dann passte wieder das Material nicht, die Feinabstimmung von Ski und Schuh.
Von Nervosität ist auch im engeren Umfeld des „Herminators“ noch nichts zu spüren. Trainer-Kumpel Andi Evers weiß, dass „nur ein paar Kleinigkeiten“ fehlen. Und hofft, dass Maier schon am kommenden Samstag, 7. Jänner, den Schalter beim Riesentorlauf von Adelboden umlegen kann. Und dann eine Woche später in Wengen auch in der Abfahrt den Anschluss an die absolute Weltspitze wiederfindet.

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