Tour de France 2012 von

Französischer Tagessieg

Thomas Voeckler lässt mit seinem Sieg auf der 10. Etappe seine Landsleute jubeln

Tour de France 2012 - Französischer Tagessieg © Bild: APA/EPA/Bouvy

Bradley Wiggins hat sich auch in der ersten echten Bergetappe der 99. Tour de France keine Blöße gegeben. Der 32-jährige Brite führt vor der Alpenetappe weiter 1:53 Minuten dem Australier Cadel Evans. Den Sieg auf der 10. Etappe von Macon nach Bellegarde-sur-Valserine (194 km) sicherte sich der Franzose Thomas Voeckler vor dem Italierner Michele Scarponi und dem Deutschen Jens Voigt.

Wiggings bewältigte den ersten Pass der höchsten Kategorie problemlos, perfekt geführt von mehreren Sky-Teamkollegen, und ließ nach dem etwa einen Kilometer langen Schlussanstieg auch keinen Zeitgewinn des sprintenden Evans zu. Die Angriffe auf Wiggins hielten sich aber in Grenzen. Ex-Vuelta-Sieger Vincenzo Nibali (ITA) attackierte in der Abfahrt vom Grand-Colombier-Pass (1.701 m/Anstieg 17 km), kam aber nicht einmal eine Minute weg.

Erfolgreiche Flucht
Tagessieger Voeckler schloss eine Flucht von anfangs 25 Fahrern über rund 160 Kilometer erfolgreich ab. Er distanzierte seine vier verbliebenen Rivalen in der Steigung vor dem Ziel und feierte nach 2009 und 2010 seinen dritten Tageserfolg bei der Tour. Im Vorjahr hatte er wie schon 2004 zehn Tage lang das Gelbe Trikot getragen und war Gesamt-Vierter geworden.

Seine 10. Tour-Teilnahme stand heuer wegen Knieproblemen lange infrage, erst wenige Tage vor dem Start sagte der 33-jährige Elsässer zu. Voeckler übernahm am Mittwoch zudem das Trikot des besten Bergfahrers. "Mein Sportlicher Leiter hat mir 1,5 km vor dem Ziel gesagt, ich soll attackieren und ich kam auch weg. Am Schluss war das Leiden extrem", erklärte Voeckler.

Am Donnerstag folgt die Bergankunft in La Toussuire (1.705 m), zuvor warten u.a. zwei Pässe der höchsten Kategorie, der Col de la Madeleine und der Croix de Fer.