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Leitl im Interview

WK-Präsident drängt auf eine Reform der Lehre und erklärt die Gründe im Interview mit tOP im jOB.

tOP im jOB - Leitl im Interview © Bild: tOP im jOB

Die Ansprüche der Betriebe, aber auch der Lehrlinge sind gestiegen. Auch deshalb wird die Ausbildung verbessert. Der Präsident der Wirtschaftskammer, Christoph Leitl, drängt auf eine Reform der Lehre und erklärt die Gründe im Interview mit tOP im jOB.

Top im Job: Herr Präsident, wir dachten immer, unsere Lehrausbildung sei ein Vorzeigemodell. Warum wird nun die duale Ausbildung reformiert?
Christoph Leitl: Niemand bezweifelt, dass wir das beste Berufsausbildungssystem haben. Aber wir steuern auf einen Fachkräftemangel zu. Nur Länder mit den besten Talenten können im globalen Wettbewerb bestehen. Wir müssen diese also pflegen, fördern und ausbilden. Das Ausbildungssystem muss einfach an die neuen Bedingungen angepasst werden.

tOP im jOB: Wie sehen Ihre Ideen ganz konkret aus?
Leitl: Eine „Mittlere Reife“ in der neunten Schulstufe soll etwa Berufsorientierung bieten, damit die Berufswahl keine Zufallswahl ist.

tOP im jOB: Was wünschen sich die Unternehmer?
Leitl: Junge Menschen mit einem Minimum an Talent und Freude, die wissen, was sie wollen.

tOP im jOB: Und was bieten sie?
Leitl: Eine gute Ausbildung, welche die Basis für ein zukünftiges Unternehmertum schaffen kann. Mir hat es als Unternehmer immer Freude gemacht, junge Menschen zu begleiten. Aus den Chancen müssen die Jungen dann selber etwas machen.

tOP im jOB: Manche haben Angst, weil sie glauben, Betriebe würden Lehrlinge ausnutzen. Zu Recht?
Leitl: Unsere Betriebe wissen, die Lehrlinge von heute sind die Fachkräfte von morgen. Sollten vereinzelt Schwierigkeiten entstehen, sind das nur wenige schwarze Schafe.

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