Kurz vor seinem 50. Geburtstag ist Scheidung eingereicht.
Cruise habe im Norden der Atlantikinsel eine Villa gemietet und für einen mehrwöchigen Aufenthalt einrichten lassen, brachte das isländische Wochenblatt "Akureyrivikublad" Mitte Juni in Erfahrung. Dort wolle er an seinem runden Geburtstag ein "großes Fest" für Freunde geben. Cruise dreht in Island gerade den Action-Thriller "Oblivion", der 2013 ins Kino kommen soll.
Pausenlos vor der Kamera
Seine Fans können sich auf viele Auftritte freuen, Cruise steht pausenlos vor der Kamera. Der Thriller "Jack Reacher" kommt zum besten Starttermin - kurz vor Weihnachten - auf die US-Leinwände. Cruise spielt einen früheren Militärpolizisten, der einem fünffachen Mord auf die Spur kommt. Er hat auch den Zuschlag für den Sci-Fi-Thriller "All You Need is Kill" mit Emily Blunt als Helferin im Alien-Krieg bekommen. Hollywood will seinen Helden zudem zum fünften Mal auf "Mission: Impossible" ansetzen. Und der Fliegerfilm "Top Gun" soll ein Vierteljahrhundert nach seinem Kinostart eine Fortsetzung bekommen. Gerade 24 Jahre alt hatte Cruise damals als schneidiger Pilot Gas gegeben.
So gefragt wie nie
Mit 50 ist der Star so gefragt wie in seiner früheren Glanzzeit in den 80er und 90er Jahren, als er Schlag auf Schlag Hits lieferte: "Die Farbe des Geldes", "Cocktail", "Rain Man", "Geboren am 4. Juli", "Tage des Donners", "Eine Frage der Ehre", "Die Firma" und 1996 die erste "Mission: Impossible".
Ehe-Aus kurz vor Geburtstag
Dabei war sein Stern vor wenigen Jahren auf einen Tiefpunkt gesunken. Durch seine offensive Scientology-Mission und die übereifrigen Liebesbeweise für Kollegin
Katie Holmes
geriet er in schlechtes Licht. Die entflammte Liebe zu der 17 Jahre jüngeren Schauspielerin hatte Cruise 2005 mit gekünstelten Freudenhopsern auf dem Sofa von Talkmasterin Oprah Winfrey enthüllt. So offenherzig hatte sich der als eher distanziert geltende Cruise bei seiner Ex-Ehefrau Nicole Kidman nicht gegeben. Doch auch mit Katie wird es nach dem Ehe-Aus des Hollywood-Paare solche Bilder nicht mehr geben.
Aus Liebe zur gemeinsamen Tochter Suri
, der sie ein Scientology-Schicksal ersparen wollte, hat die Schauspielerin einen endgültigen Schlusstrich gezogen.
Gefundenes Klatsch-Fressen
Als sich Cruise und Holmes in einer streng abgeschirmten Trutzburg bei Rom im November 2006 das Ja-Wort gaben, war
Töchterchen Suri
schon ein halbes Jahr alt. Für die Klatschpresse war die Ehe stets ein gefundenes Fressen. Mal ist die Luxus-Garderobe der sechsjährigen Suri auf dem Prüfstand, mal der Gefühlszustand ihrer Mutter. Nun stürzt man sich auf die Scheidung - und die Gründe dafür.
Umstrittene Operation Walküre
Sein strahlendes Lächeln musste sich Cruise 2008 verkneifen, als er in Berlin den Stauffenberg-Film "Operation Walküre" vorstellte. Dass ein Hollywood-Star und bekennender Scientologe den Hitler-Attentäter Claus Schenk Graf von Stauffenberg spielt, war in Deutschland umstritten. Es gab Unfälle und Pannen am Set, Querelen um die Genehmigung für Aufnahmen im historischen Berliner Bendlerblock. Der Starttermin wurde dreimal verschoben. Ein Jahr zuvor war der Polit-Thriller "Von Löwen und Lämmern" mit Cruise, Meryl Streep und Robert Redford in den Hauptrollen kläglich gescheitert.
Glanzvolles Comeback
Mit gefährlichen Stunts in schwindelerregender Höhe in "Mission: Impossible - Phantom Protokoll" gelang Cruise Ende 2011 das glanzvolle Comeback. Bei den Dreharbeiten kletterte er in Dubai an der Fassade des höchsten Gebäudes der Welt herum. Für eine Szene musste er aus dem 123. Stockwerk springen, natürlich mit Seilen gesichert. Sein Co-Star Jeremy Renner ("The Hurt Locker") bescheinigte Cruise Endlos-Energie: "Der Kerl schläft nie."
Einflussreicher Tom
Mit dem vierten "Mission: Impossible"-Abenteuer landete Cruise seinen bislang größten Kassenknüller. Im Mai schaffte er es prompt unter die Top Ten auf der "Forbes"-Liste der "einflussreichsten Prominenten". Das Wirtschaftsmagazin erstellt sein Ranking nach dem Einkommen der Stars und nach ihrer Popularität in den Medien.
Next Step: Oscar
Jetzt fehlt nur noch ein Oscar. In seiner Karriere wurde Cruise bisher dreimal für Hollywoods höchsten Preis nominiert, für "Geboren am 4. Juli", "Jerry Maguire - Spiel des Lebens" und "Magnolia". Vielleicht schafft er es als langmähniger Hardrocker Stacee Jaxx. In "Rock of Ages" beweist er Mut zur Lächerlichkeit. An den US-Kinokassen floppte der Musikfilm, aber für Cruise als schmierig-charismatischen Frontman gab es stürmischen Applaus.
