Toiletten von morgen von

Japan: Spaß am Klo

High-Tech-Schüsseln sorgen für Unterhaltung beim Verrichten der "Geschäfte"

Er ist eigentlich ein Tabuthema: der Gang zur Toilette. Schließlich sind die Zeiten vorbei, in denen Könige nicht nur zum stillen Örtchen begleitet, sondern auch noch für verrichtete Dinge bewundert wurden. In Japan schenk man dem unvermeidbaren menschlichen Bedürfnis besondere Aufmerksamkeit. Beziehungsweise dem Ort des Verrichtens selbst. Und da darf reichlich High Tech nicht fehlen.

Ein Mensch verbringt im Durchschnitt sechs Monate seines Lebens auf dem Klo. Grund genug für findige Tüftler in Japan, dem kleinen Raum ganz große Bedeutung beizumessen. Bereits 75 Prozent der Bevölkerung haben in dem Land eine so genannte "intelligente Toilette" zuhause. Und das geht über automatische Reinigung der Brille und einer integrierten BD-Funktion weit hinaus. Auch Spaß muss sein, wie der Vizepräsident des japanischen Toilettenverbandes erklärt: "Uns Japanern ist die Toilette deswegen so wichtig, weil das Leben zu kurz ist, um es nicht zu genießen." Das Resultat: die unterschiedlichsten Toiletten-Spiele. Ein Beispiel: Bei "Manneken Pis", das nach der weltberühmten Brunnenfigur eines urinierenden Knaben in Brüssel benannt ist, wird das Volumen des kleinen Geschäfts gemessen. Ein Vergnügen der ganz besonderen Art.

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