Tierpark Schönbrunn: Pechlaner geht Ende 2006 - der neue Chef soll bis Juli feststehen!

Keine neuen Aufgaben? Mit Jahresende in Pension

Das Rennen um die Nachfolge von Helmut Pechlaner, der mit Ende des Jahres als Direktor des Tierparks Schönbrunn zurücktritt und in Pension geht, ist eröffnet: Laut Auskunft des stellvertretenden Direktors Gerhard Kasbauer, soll der neue Zoo-Chef "bis Jahresmitte" feststehen. Die Bewerbungsfrist im Wirtschaftsministerium endet mit 31. März 2006.

Kasbauer selbst ist kein Kandidat, da ihm die tierärztliche bzw. zoologische Ausbildung fehlt. Der neue Zoodirektor tritt sein Amt dann ab 1. Jänner 2007 an. Er wird bereits zwei neue Anlagen vorfinden. Das neue Nashorn-Gehege soll bereits im März, jenes der Flamingos im Sommer eröffnet werden.

Der gebürtige Tiroler Helmut Pechlaner (59) wurde am 1. Jänner 1992 zum Direktor des damals neu aus dem Bund ausgegliederten Wiener Tiergarten Schönbrunn bestellt. Zuvor war er ab 1979 wissenschaftlicher und kaufmännischer Direktor im Innsbrucker Alpenzoo. Pechlaner machte den Tierpark Schönbrunn in kürzester Zeit zu einem Publikumsmagneten, sorgte für Sponsoren und höhere Besucherzahlen und konnte zudem immer wieder auf Zuchterfolge von Tieren in Gefangenschaft verweisen.

Tiefpunkte mit zwei Todesfällen
Negative Schlagzeilen blieben ihm allerdings nicht erspart: Schon 1998 behauptete ein Pfleger, dass Tiere im Elefantenhaus misshandelt worden seien. Und im Februar 2005 kam es zu jener tödlichen Attacke des jungen Elefantenbullen "Abu", bei der ein Pfleger starb. Pechlaner bot damals seinen Rücktritt an.

Schon zuvor hatte im Jahr 2002 ein Jaguar eine Pflegerin getötet. Bei einer vergeblichen Rettungsaktion wurde Pechlaner selbst schwer verletzt: Das Raubtier zerfetzte ihm eine Hand.

(apa)