Tierattacken aufs Auto von

Marder als Auto-Schädling

Tipps bei Marder-Attacken: So kann man sein Fahrzeug vor Schäden schützen

Tierattacken aufs Auto - Marder als Auto-Schädling © Bild: APA/DPA/Seeger

Wenn das Auto zum Marderbau wird, ist ganz besondere Vorsicht geboten, denn der Steinmarder hat eine Vorliebe für Gummiteile und knabbert gerne Schläuche, Kabel und Dämmstoffe an. Die Folgen können Kurzschlüsse, defekte Katalysatoren und sogar Motorschäden sein. Im schlimmsten Fall kommt es zu einem Bremsversagen oder Autobrand.

Der wohl bekannteste Auto-Schädling ist wohl der Marder. Er sucht vor allem sucht Schutz im warmen Motorraum. Riecht er Rivalen, beißt er Kabel, Schläuche und Dämmmatten an. Die Folgen können fatal enden, wenn beispielsweise die Bremsleitung betroffen ist. "Die Bissstellen sind oft nicht auf den ersten Blick sichtbar, da die kleinen Zähne nur winzige Löcher hinterlassen", erklärt ÖAMTC-Techniker Steffan Kerbl. Um das Fahrzeug vor Marderbissen zu schützen, gibt es einige erprobte Mittel.

Vorbeugend ist es möglich, Ummantelungen aus Hartkunststoff an Zünd- und anderen Elektrokabeln anzubringen. "Achsenmanschetten, Kühlschläuche, Dämmmatten und andere Bauteile lassen sich auf diese Weise aber nicht schützen", so der Experte. Hier können stattdessen professionelle Duftstoffe aufgetragen werden, die allerdings regelmäßig erneuert werden müssen. "Der beste Schutz für das Fahrzeug ist immer noch eine geschlossene Garage", so der Techniker. Wenn man den Verdacht hat, ungebetene Gäste in seinem Auto zu beherbergen, sollte man unbedingt einen Fachmann hinzuziehen.

Motrorraum waschen
Ist bereits Schaden durch einen Marderbiss entstanden, hilft eine Motorwäsche. Damit werden diverse Duftspuren entfernt, die Marder anlocken und aggressiv machen. Darüber hinaus locken diese nämlich auch weitere Artgenossen an.

Auf etwaige Hausmittel wie WC-Steine, Hundehaare, Wecker, Wasserflaschen oder Mottenkugeln kann getrost verzichtet werden. Auch Marderabwehrsprays sind nur bedingt tauglich, spätestens nach dem ersten Regen sind sie wirkungslos.

Genauso verhält es sich mit Ultraschallgeräte - sie bieten kaum einen wirksamen Schutz. Sie verjagen Marder nur dann, wenn sie ständig die Frequenz wechseln. Deshalb beim Kauf darauf achten, was das Gerät kann. Ansonsten hat man bald wieder einen Marder zu Gast.

Effiziente Elektroschocks
Empfohlen werden Elektroschockgeräte - ihre funktionsweise ist ähnlich wie bei Weidezäunen und der Marder bekommt einen Stromstoß verpasst. Angebracht werden sie dort, wo der Marder ins Auto kriechen könnte. Für Menschen sind die Geräte unbedenklich - beim Öffnen der Motorhaube schalten sie sich ab. Ein Stück Maschendraht oder ein Hasengitter unter dem Auto schreckt nur die vorsichtigen Tiere ab.

Wichtig ist vor allem auch Die regelmäßige Kontrolle des Motorraums ist unerlässlich. Da die Versicherungen nicht für Folgeschäden haften, sollte man angeknabberte Kabel und durchgenagte Schläuche früh erkennen und rechtzeitig reparieren lassen.

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