2:1 für die Zuschauer! In der Dritten The Voice of Germany-Liveshow hatten die Zuschauer mehr Macht als die Coaches. Pro Team kommen die zwei Sänger mit den meisten Zuschauer-Stimmen direkt in die nächste Runde. Von den übrigen zwei darf der eigene Coach nur ein weiteres Talent nominieren. Bennie McMillan und Katja Friedenberg mussten diesmal die Show verlassen.
Die dritte Live-Show lag qualitativ und vom Unterhaltungswert eindeutig über den ersten beiden. Wenig falsche Töne, sehenswerte Auftritte und die Juroren bemühten sich, auch ein wenig kritischer zu sein und nicht alles "Toll, genial, un-fucking-believable" zu finden. Auch der Sound, den viele in den ersten Shows kritisiert haben, hat sich merklich verbessert.
Team BossHoss
Im Team BossHoss wollten Vorzeigeschülerin Ivy Quainoo (19 Jahre, Berlin), Powermutti Ramona Nerra (32 Jahre, Bukarest) Mr. Charming Bennie McMillan (32 Jahre, Augsburg) und The Legend Himself, Ole aus Lübeck (37 Jahre) in die nächste Runde. Man sah starke Auftritte, bei denen aber Bennie McMillan eindeutig am schwächsten abschnitt. Er ist zwar ein großer Sympathieträger, bei seinem Auftritt mit Tracy Chapmans "Fast Car" merkte man ihm aber einfach seine stimmlichen Grenzen an und dass die anderen Kandidaten vor ihm liegen. Das Publikum sah das ähnlich und wählte Ole und Ivy weiter.
Ole, der schon als Backgroundsänger bei Udo Lindenberg gearbeitet hat, ist ein riesiger Fan der deutschen Gesangsgröße und performte astrein die Nummer "Cello". Ein Lied, dass ihm auch persönlich sehr am Herzen liegt, weil er sich bei diesem Song "in die schönste Frau der Welt" verliebt hat. Seine Herzdame stand im Publikum neben seinem Vater und jubelte Ole bei seinem tollen Auftritt zu. Ivy kam zwar sicher weiter, zitterte aber im Vorfeld, weil sie die ganze Woche krank und am Tag vor der Show die Stimme komplett weg war. Ihrem Auftritt merkte man die gesundheitlichen Schwierigkeiten aber überhaupt nicht an.
Ramona eröffnete die Show mit "One" von U2 - eine fehlerfreie Leistung, die aber weniger ans Herz ging wie die Performances von Ivy und Ole. Am Ende musste sie sich zusammen mit Bennie dem Urteil der Juroren stellen. Es wirkte zwar so, als würde The BossHoss die Entscheidung extrem schwer fallen, aber eigentlich war ganz offensichtlich: Ramona wird weiterkommen. Auch Nena sah das so, denn als es zur Entscheidung ging, war ihr Mikro offen und so hörte man, wie sie zu Rea sagte: "Na das muss ja jetzt ganz klar Ramona sein." Die konnte ihr Weiterkommen aber gar nicht richtig genießen und hatte Tränen in den Augen, weil Bennie draußen war.
Team Xavier Naidoo
Aus dem Team Xavier Naidoo hofften Traumfrau Katja Friedenberg (25 Jahre, Kassel), Mädchenschwarm Max Giesinger (23 Jahre, Waldbronn), Spaßvogel Rino Galiano (36, Mannheim) und Soulkönig Mic Donet (31 Jahre, Berlin) auf den Titel The Voice of Germany. Das stimmlich stärkste Team machte es den Zuschauern schwer. Keiner war merklich schlechter als der andere, alle überzeugten. Ein paar falsche Töne kamen allerdings bei Max, weshalb so mancher schon mit seinem Ausscheiden rechnete. Er hat allerdings eine große Fanbase und gilt als totaler Mädelsschwarm. Und das ist bei einer Castingshow ja kein Nachteil, wie man nun wieder mal sah: Max kam sicher weiter.
Auch Rino Galiano freute sich wie ein Schneekönig, dass er vom Publikum weitergewählt wurde. Er ging mit seiner Perfomance von "Über sieben Brücken musst du gehen" das größte Risiko ein. "Wer weiß, ob das bei den jüngeren Zusehern ankommt", meinte er noch. Der Auftritt ging aber allen ans Herz - außer Rea Garvey, der zugab, nicht einmal das Original zu kennen. Mic Donet und Katja Friedenberg mussten am Ende unverdient zittern - schließlich legten beide unglaublich gute Auftritte hin. Mics "Killer/Papa was a Rolling Stone" brachte ihn in die nächste Runde. Xavier sagte über ihn, Mic wäre ein besserer Soulsänger als er selbst es je sein könnte. Was für ein Kompliment! Schade allerdings um Katja Friedenberg, die mit "Flugzeuge im Bauch" ihren wahrscheinlich besten Auftritt hinlegt hatte.
Weiterführender Link:
the-voice-of-germany.de
Kommentare
Was macht... Boss Hoss eigentlich zu Coaches? Ihre "tollen" Stimmen und ihr Musikgeschmack kann es ja offensichtlich nicht sein...
