Vier Jahre lang mussten sich die Batman-Fans, bis zum letzten Teil der Superhelden-Saga - tragischen Amoklauf in Colorado. Dennoch startet der Film heute regulär in den Kinos und wird wohl trotz der Tragödie unzählige Zuschauer anlocken. Dabei wäre das Versäumnis kein allzu großes.
Bruce Wayne ist ein Wrack. Batman wurde vor Jahren zu Grabe getragen, als die Gotham City einen Helden benötigte, einen realen Helden und keinen in Fledermaus-Form. An Batmans statt wurde Harvey Dent zu ebendiesem Helden gemacht, dass er zu seinem Ende zu Two-Face wurde, bleib den Gotham City-Bürgern verborgen. Doch nicht nur das heldenhafte Alter Ego des Millionär-Sohnes, auch der Mensch Bruce Wayne scheint zu zerbrechen. Denn nicht nur Harvey Dent, sondern auch seine Geliebte, Rachel (Katie Holmes), fand damals den Tod.
In dieser Verfassung verkriecht sich Bruce am Wayneschen Anwesen, zeigt sich der Außenwelt nicht und geht am Stock. Unterdessen sorgt eine gewalttätige Untergrundorganisation für Unfrieden in Gotham City allen voran der Mann mit der Maske: Bösewicht Bane (Tom Hardy). Eines seiner ersten Opfer ist Commissioner Gordon (Gary Oldman), was Bruce wachrüttelt und den Batman wieder auferstehen lässt.
Kampf an allen Fronten
Doch dieser hat natürlich nicht nur mit den Gangstern zu kämpfen. Auch eine gewisse Selina Kyle (Anne Hathaway) in einem sonderbaren Katzenkostüm macht dem Gutmenschen zu schaffen. Diese hat nämlich nicht nur die Perlenkette seiner Mutter gestohlen, sondern ist auch auf der Jagd nach Bruce Waynes Fingerabdrücken. Und ist dabei unbestreitbar anziehend und sexy.
Ganz nebenbei wird auch noch eine Umweltturbine von Wayne Enterprises gestohlen, zur Atombombe umfunktioniert und Bruce aus seiner eigenen Firma abgezogen, während er das Ruder einer anderen, nicht minder sexy, Frau übergibt: Miranda Tate (Marion Cotillard).
Überraschendes
Dass dies Gefahr von allen Seiten und zwei Frauen nicht gut gehen kann, ist schnell klar. Doch dass Batman bereits nach kurzem erstmals auf Bane trifft, überrascht. Ebenso wie es dem brutalen Gangster gelingt, die Fledermaus ohne große Mühen kurz und klein zu schlagen. Dies wirkt angesichts der Tatsache, dass Bane ein ebenso rüpelhafter wie gesichtsloser Gegenspieler ist, etwas unglaubwürdig. Letzteres zumindest ergibt im weiteren Verlauf des Filmes aufgrund einer überraschenden Wendung doch Sinn und ist auch gut gelöst, denn in Sachen Fiesling kann dem fabelhaft-irren Joker (gespielt vom verstorbenen Heath Ledger) ohnehin keiner das Wasser reichen.
Und Enttäuschendes
Trotz dieser unerwarteten Wendung bleibt die Story an sich aber natürlich vorhersehbar. Gespannt wird trotzdem das Ende erwartet. Lässt Christopher Nolan seinen Helden wie es die Comicvorlage vorsieht durch dessen Tod für immer von der Leinwand verschwinden oder hält er sich ein weiteres Sequel für wirtschaftlich schlechte Zeiten offen? Und ohne zuviel verraten zu wollen: Die Lösung enttäuscht.
Enttäuschend ist leider auch die Tonqualität. Im englischen Original ist vor allem Bösewicht Banes Stimme beinahe zur Unkenntlichkeit verzerrt. Aber auch die Lautstärke der Hintergrundgeräusche übertönt des öfteren wichtige Dialoge.
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