Tempo 160: Verkehrsminister Gorbach kann sich steirische Teststrecke vorstellen

Abschnitt zwischen Graz und Mooskirchen UMFRAGE: Soll Tempo 160 auf Autobahnen kommen?

Verkehrsminister und Vizekanzler Hubert Gorbach (B) hat bei seiner Werbetour für Tempo 160 durch Österreich am Dienstag auch in Graz Station gemacht und dabei erklärt, dass er sich auch in der Steiermark eine 160-km/h-Teststrecke wie auf der kärntnerischen Tauernautobahn vorstellen könne. Gorbach hob außerdem die Bedeutung von flexiblen Geschwindigkeitsbeschränkungen für die Erhöhung der Verkehrssicherheit hervor.

Der Abschnitt zwischen Graz und Mooskirchen der Südautobahn (A2) war von Anbeginn an als eine der möglichen Teststrecken genannt worden. Ablehnende Äußerungen u.a. von Landeshauptmann Franz Voves (S) hatten dazu beigetragen, dass die erste Auswahl nicht auf ein steirisches Autobahnteilstück fiel. Für eine Teststrecke in der Steiermark hatte sich die ÖVP und Verkehrslandesrätin Kristina Edlinger-Ploder ausgesprochen, die im Dezember 2005 Gorbach den Vorschlag unterbreitet hatte, "den idealen Autobahnabschnitt der A2 zwischen Lieboch und Mooskirchen einer genaueren Prüfung zu unterziehen".

In Graz erklärte der Verkehrsminister erneut, dass er sich eine Tempoflexibilisierung zwischen 80 und 160 km/h auf gut ausgebauten zweispurigen und auf dreispurigen Richtungsfahrbahnen vorstelle. Die erlaubte Geschwindigkeit richte sich nach Witterung, Straßenverhältnissen und Verkehrsaufkommen. Diese Werte würden von an beiden Richtungsfahrbahnen errichteten Wetterstationen erhoben. Die Daten sollen anschließend an einen Computer weitergeleitet werden, der die Idealgeschwindigkeit errechnet und diese an die elektronischen Fahrbahnanzeigen überträgt. Den Wert der mobilen Geräte, die auf dem voraussichtlich am 2. Mai in Betrieb gehenden Testabschnitt auf der A10-Tauernautobahn zwischen Spittal Ost und Paternion installiert werden sollen, bezifferte Gorbach mit etwa fünf Mio. Euro.

Jener Anteil an Lenkern, der auf steirischen Autobahnen schneller fährt als die erlaubten 130 km/h, betrage laut Gorbach rund 45 Prozent. Dies sei für ihn ein Hinweis dafür, dass Gebote und Verbote verstanden werden müssten, damit sie befolgt werden, so der Verkehrsminister.

(apa)