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Telekom Austria - vida: Finanzministerium hat Telekom ausgeräumt

"Es geht bekanntlich schief, wenn man den Hund auf die Wurst aufpassen lässt."

Die Infrastrukturgewerkschaft vida ist über die Turbulenzen bei der teilstaatlichen Telekom Austria mächtig verärgert. Sollte die Österreich-Tochter A1 in eine GmbH mit Durchgriffsrecht aus Mexiko umgewandelt werden, wäre dies eine "Katastrophe". Es drohe ein "Ausverkauf" und der "Totalverlust" über die Versorgung Österreichs mit Telekom-Infrastruktur, schreibt die vida in einer Aussendung.

Im Zentrum der vida-Kritik steht dabei das Finanzministerium. "Hätte das jahrelang von der ÖVP geführte Finanzministerium nicht durch maßlose Dividendenpolitik die Telekom ausgeräumt, hätte es den Einstieg von America Movil gar nicht gebraucht", so der stellvertretende vida-Vorsitzende Roman Hebenstreit.

Er fordert die Auflösung der Staatsholding ÖBIB, die den Telekom-Staatsanteil von 28 Prozent verwaltet. "Man braucht keine ÖBIB als Feigenblatt und steuergeldverschlingende bürokratische Strukturen zwischen dem Eigentümer und der jeweiligen Beteiligung, wenn man strategische Beteiligungen der Republik auch direkt über die Ministerien verwalten kann", so der Gewerkschafter. Er will die Agenden vom Finanzministerium ins SPÖ-geführte Infrastrukturministerium verlagern - denn: "Es geht bekanntlich schief, wenn man den Hund auf die Wurst aufpassen lässt."

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