Teamchef über seine Legionäre: "Stranzl wie VfB Stuttgart verunsichert, Pogatetz solide"

Hickersberger: "Martin in Abwehrzentrum besser" PLUS: Das Testspiel-Programm des Nationalteams

Josef Hickersberger gab sich das Fußball-UEFA-Cup-Match VfB Stuttgart gegen FC Middlesbrough (1:2) am Donnerstag Abend im Daimler-Stadion, begleitet und betreut von seinem in Baden-Württemberg lebenden früheren Mitspieler Buffi Ettmayer, live. Der ÖFB-Teamchef wollte seinen Teamkandidaten Martin Stranzl, der wegen einer Wadenverletzung nur die erste Hälfte spielte, und Emanuel Pogatetz auf die Beine sehen.

"Stranzl wirkte wie die gesamte Stuttgarter Mannschaft, die wenig Selbstvertrauen ausstrahlt, etwas verunsichert. Ich glaube auch, dass er in der zentralen Abwehr besser als auf der rechten Seite zur Geltung kommt", meinte "Hicke" über den Burgenländer. "Pogatetz hat sich auf der linken Seite der Middlesbrough-Vierer-Kette vor allem auf seine defensiven Aufgaben beschränkt, hat sehr solide verteidigt, obwohl er mit dem an diesem Tag offensiv besten Stuttgarter, dem Dänen Grönkjaer, im Zweikampf auch einige Probleme hatte", beurteilte der Teamchef die Vorstellung des Steirers.

Der englischen Mannschaft, die durch den 3:0-Liga-Sieg gegen Chelsea viel Selbstvertrauen gewonnen hat, genügten - so Hickersberger - zwei Chancen zum Sieg, während die Stuttgarter auch unter dem Trapattoni-Nachfolger Armin Veh nicht aus ihrer Krise zu finden scheinen. Hauptproblem wäre die mangelnde Chancenauswertung, was durch grobe Fehler in der Abwehr dann - wie auch am Donnerstag - doppelt bestraft wird. Stuttgarter Fans machten durch "Vorstand raus-Rufe" ihrem Unmut Luft.

Hickersberger ist auch über weitere Legionäre wie z.B. Thomas Prager (SC Heerenveen) und Alen Orman (FC Thun) unterrichtet, die er sich auch einmal "anschauen" möchte, wobei er im Falle des "Schweizers" dessen neuen Trainer Heinz Peischl kontaktieren wird. In Österreich macht sich der Teamchef zum Bundesliga-Frühjahrsstart am Samstag beim Grazer Derby und am Sonntag in Linz im Treffen der Paschinger mit den Salzburgern über potenzielle heimische Teamkandidaten kundig. (apa)