Tatort von

Solide oder "gähn"?

Stuttgarter Duo überzeugt, doch Handlung lässt zu wünschen übrig.

Tatort - Solide oder "gähn"? © Bild: ORF/ARD/Stephanie Schweigert

Sonntag Abend war wieder einmal „Tatort“-Zeit und die letzte Folge kam dieses Mal aus Stuttgart. In „Scherbenhaufen“ ging es um eine Unternehmerfamilie und den Nachfolge-Streit. Die Handlung wurde als eher mäßig eingestuft, während es für die Ermittler, Felix Klare und Richy Müller, großes Lob regnete. Auch die Fans waren sich alles andere als einig, ob die Folge nun gefallen hat oder nicht. NEWS.AT fragt nach: Was sagen Sie zur Folge?

Bei „Scherbenhaufen“ ging es dieses Mal passenderweise um Keramik, besser gesagt um eine Keramikfirma in Familienhand – und da will die Nachfolge geregelt werden. Der ältere Sohn will weiterhin in qualitativ hochwertiges Geschirr investieren, der jüngere setzt auf Industriekeramik und auf eine Produktion in Rumänien. Weiters verdächtig ist auch ein nach 35 Jahren im Dienst entlassener ehemaliger Angestellter, der wegen einer gestohlenen Flasche Sekt seinen Tisch räumen musste. Das Opfer ist übrigens nicht der Senior-Fabrikant Otto Imberger, dem eigentlich das Attentat galt, sondern dessen Chauffeur.

Bootz undercover
Um den beinahe Ermordeten besser schützen zu können, wird Sebastian Bootz von der Staatsanwältin undercover eingeschleust und übernimmt die Rolle als Chauffeur und Leibwächter. Dass in dem Moment wo Staatsanwältin Alvarez ausspricht, Bootz (Felix Klare) keinem „unkalkulierbaren Risiko“ aussetzen zu wollen, genau ebendies passieren wird, war keine große Überraschung. Ebenso wenig, dass der Firmenboss im Endeffekt doch „irgendwie sympathisch“ aus der Story aussteigt. Traurig, dass das so gesagt werden muss, um es dem Zuseher zu verdeutlichen.

"Solide Story" bis "Gähn"
Gelobt wurden aber vor allem wieder einmal das Ermittler-Duo Klare und Müller, denen „eine weniger abgetretene Bühne“ in Form einer besseren Story gewünscht wird, wie zum Beispiel von der „Frankfurter Rundschau“. Auch die Fans der Krimiserie waren sich aufgrund der Diskrepanz der gelobten Ermittler und der mäßigen Handlung uneinig, betrachtet man die offizielle „Tatort“-Facebook-Seite. Von „Gähn vor Langeweile“ über „der Tatort erinnerte eher an einen verlängerten Derrick. Leicht hölzern und öde.“ Bis zu „Seit langem endlich mal wieder ein guter Tatort“ oder „Tolles Ermittler-Team, witzige Anspielungen, solide Story und endlich mal kein Psychokram“, lauteten die Kritiken der Fangemeinde.