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Syrien: Österreich gibt
5 Mio Euro Ernährungshilfe

Rupprechter: Humanitäre Lage verschlechtert sich weiter

Das österreichische Landwirtschaftsministerium stellt für Nahrungsmittelhilfe in Syrien Sondermittel in Höhe von fünf Millionen Euro zur Verfügung. Das Geld stammt aus den Rücklagen des Ministeriums und fließt an das Welternährungsprogramm (World Food Programme, WFP) der Vereinten Nationen. Abgewickelt wird das ganze von der Austrian Development Agency (ADA).

"Das World Food Programme und seine Partnerorganisationen vor Ort, allen voran der Syrische Rote Halbmond, können mit den Mitteln aus Österreich knapp 1,1 Millionen Menschen ein Monat lang mit Hülsenfrüchten versorgen, wobei die Hilfspakete natürlich mit anderen überlebensnotwendigen Gütern ergänzt werden", teilte ADA-Geschäftsführer Martin Ledolter am Freitag mit. "Die humanitäre Lage in Syrien verschlechtert sich weiter, hier dürfen wir nicht tatenlos zusehen", so Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter (ÖVP).

Österreich hat bereits 2015 syrische Flüchtlinge in den unmittelbaren Nachbarstaaten mit Sondermitteln in Höhe von fünf Millionen Euro unterstützt. Das internationale Ernährungshilfe-Übereinkommen bekommt von Österreich zusätzlich 1,5 Millionen Euro im Jahr.

Insgesamt betrugen die Entwicklungshilfeleistungen Österreichs im Vorjahr 0,35 Prozent des Bruttonationaleinkommens. Die Vereinten Nationen haben als Zielvorgabe, viel mehr, nämlich 0,7 Prozent des Bruttonationaleinkommens (BNE), für Entwicklungszusammenarbeit (EZA) auszugeben.

In Syrien brauchen derzeit 13,5 Millionen Menschen humanitäre Hilfe.

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