Syrien-Konflikt von

Regime verstärkt Truppen in Aleppo

Präsident Assad legt im Kampf um die Wirtschaftsmetropole noch einmal nach

Syrien-Konflikt - Regime verstärkt Truppen in Aleppo © Bild: EPA/STRINGER

Das syrische Regime hat seine Truppen in der heftig umkämpften Stadt Aleppo verstärkt. "Dutzende Lastwagen mit Soldaten und mehr als 100 Panzer wurden rund um Aleppo in Stellung gebracht", sagte der örtliche Rebellenführer Abu Omar al-Halebi am Freitagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Die Regimetruppen hatten bereits am vergangenen Wochenende eine Gegenoffensive gegen die Aufständischen in der nördlichen Geschäftsmetropole gestartet. Diese zeigte jedoch bisher keine greifbaren Ergebnisse. Stattdessen konnten die Rebellen mehrere Sicherheitszentralen einnehmen.

Flüchtlingslager beschossen - 21 Tote
Beim Beschuss eines palästinensischen Flüchtlingslagers in Damaskus sind nach Angaben von syrischen Menschenrechtsaktivisten am Donnerstagabend mindestens 21 Zivilisten getötet worden, darunter zwei Kinder. Sicherheitskräfte hätten das Feuer kurz vor dem abendlichen Fastenbrechen eröffnet, bei dem Muslime wieder Nahrung zu sich nehmen können. In der Flüchtlingssiedlung, dem größten palästinensischen Lager in Syrien, leben nach Angaben der Vereinten Nationen offiziell 148.500 Menschen.

62 bei Massaker in Hama
In Hama in Zentralsyrien sollen Regimetruppen ein Massaker verübt haben. Unter den 62 Opfern im Stadtteil Al-Arbain seien auch Frauen und Kinder, teilten die "Lokalen Koordinationskomitees", ein Dachverband von örtlichen Aktivisten, am Freitag mit. In dem Stadtteil seien Gebäude beschädigt, auf den Dächern seien Scharfschützen der Regimetruppen postiert. Die Angaben ließen sich von unabhängiger Seite nicht überprüfen.

Rebellen verfügen über schwere Waffen
Unterdessen bestätigte der Chef der UN-Friedenstruppen, Herve Ladsous, Berichte, wonach auch die Aufständischen in Syrien über schwere Waffen verfügen. Es gehörten Panzer und Schützenpanzerwagen dazu, sagte Ladsous, ohne anzugeben, wer die Waffen geliefert haben könnte. Ein Teil stammt nach Einschätzung von Diplomaten von Überläufern aus der syrischen Armee, die nun die Rebellen unterstützen.

Kommentare