Syrien von

Damaskus wackelt

Heftige Kämpfe toben in der Hauptstadt. UNO-Team reist heute in das Land

Syrien - Damaskus wackelt © Bild: Reuters

In der syrischen Hauptstadt Damaskus ist es in der Nacht auf Montag zu heftigen Kämpfen gekommen. Wie der arabische Nachrichtensender Al-Jazeera unter Berufung auf Aktivisten meldete, seien im Al-Mezze-Viertel westlich des Stadtzentrums mindestens fünf Explosionen zu hören gewesen. Unterdessen schickt UNO-Sondergesandter Kofi Annan heute ein Team nach Syrien.

Mehr als 80 Menschen sind nach Angaben von Aktivisten bei den Gefechten in Damaskus getötet worden. Der dort aktive Oppositionelle Heitham al-Abdullah sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass unter den Toten etwa 50 regimetreue Soldaten seien. Am Morgen sperrten Truppen von Präsident Assad laut Opposition zahlreiche Straßen und durchsuchten Häuser nach Rebellen.

Die Delegation, die für den Syrien-Sonderbeauftragten von UNO und Arabischer Liga, Annan, Gespräche mit der syrischen Regierung führen soll, ist am Sonntag in Damaskus eingetroffen. Heute sind erste Beratungen im Außenministerium geplant.

Die Zahl syrischer Flüchtlinge in der Türkei ist unterdessen auf 16.079 gestiegen. Am Wochenende seien weitere Menschen wegen der Gewalt in ihrem Heimatland über die Grenze in die Türkei gekommen, sagte ein Sprecher des türkischen Außenministeriums. Die Türkei hat in den vergangenen Tagen weitere Zelte und Containersiedlungen für die Aufnahme von Syrern aufgebaut. Die türkische Nachrichtenagentur Anadolu Ajansi (AA) berichtete, bei Islahiye solle ein Feldlazarett mit einer Kapazität von 70 Betten errichtet werden.

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