Subaru XV im Test von

Für Wald, Wiese und City

NEWS.AT testet neuen Crossover des japanischen Allradspezialisten

© Video: NEWS.AT

Zugegeben - bei der Marke Subaru denkt man zuerst an ein Förster- oder Jägerauto und weniger an einen flotten Crossover für den urbanen Dschungel. Und man stellt sich einen Subaru schon gar nicht in der Farbe Orange (!) vor. NEWS.AT hat das neue, farblich aufgepeppte Modell XV auf seine Stadttauglichkeit getestet.

Okay, dieses Orange ist gewöhnungsbedürftig und hat den Charme eines Fahrzeugs der Autobahnmeisterei. Deswegen ist es - im Zuge des NEWS.AT-Tests - auch nicht verwunderlich, dass auf der Überholspur beinahe immer Platz gemacht wird, sobald das orange Ding im Rückspiegel auftaucht. Aber man darf den Subaru XV deshalb nicht unfair abqualifzieren. Je länger man mit dem Crossover unterwegs ist, desto besser lernt man auch seine Vorzüge kennen.

Bei den Abmessungen hat Subaru hier jedenfalls nicht gespart: Der XV ist 4,45 Meter lang und 1,57 Meter hoch und dementsprechend großzügig fällt daher der Innenraum aus. Sowohl vorne als auch hinten ist genug Platz, um bis zu fünf Passagiere bequem unterzubringen. Auch das Kofferraumvolumen von 450 Liter kann sich durchaus sehen lassen. Bei umgelegter Rückbank lässt sich das Fassungsvermögen sogar auf bis zu 1.270 Liter erweitern.

Das Cockpit ist übersichtlich und nicht mit Knöpfen und Reglern überladen. Allerdings wurde zu viel Plastik im Armaturenbrett verbaut, das dank guter Verarbeitung aber solide wirkt und nicht knarrt. Die elektrische Lenkung wirkt manchmal etwas zu leichtgängig und auch beim Schalten ist es ratsam, schneller einen Gang zuzulegen, sonst kann es zwischen den Ampelsprints in der City holprig werden. Dafür gleitet der XV auf der Autobahn gemütlich dahin.

Leistung und Preis passen
Im NEWS.AT-Testfahrzeug arbeitet ein neu entwickelter Zweiliter-Boxer-Diesel mit 147 PS und 350 Newtonmeter. Nach dem Kaltstart brummt er ein wenig, dafür schiebt er den 1,4-Tonner kräftig an und beschleunigt das kompakte SUV in 9,3 Sekunden auf Tempo 100 - bei 198 km/h ist es dann mit dem Geschwindigkeitsrausch zu Ende. Wahlweise gibt es noch eine Dieselvariante mit 109 PS bzw. einen Benziner mit 114 PS. Auch der Durchschnittsverbrauch während der Testfahrt pendelte sich überraschenderweise auf 6,8 Liter ein. Der durchschnittliche Gesamtverbrauch wird mit 5,6 Liter angegeben.

Für 24.990 Euro bietet Subaru die Einstiegsversion an. Allrandantrieb, CD-Audioanlage, Klimaautomatik und auffällige 17-Zoll-Leichtmetallfelgen sind serienmäßig. Start-Stopp-Automatik gibt es ebenso wie das Automatikgetriebe nur im Boxer-Benziner. Eine Rückfahrkamera sowie einen Tempomat, einen USB- und Bluetooth-Anschluss, eine 2-Zonen-Klimaautomatik, ein Multifunktionslenkrad, einen Regensensor, beheizbare Sitze vorn und in Wagenfarbe lackierte Außenspiegel mit Blinkern sind ab der "Comfort"-Ausstattung (26.990 Euro) mit an Bord. Bei der 34.990 Euro teuren "Exclusive"-Version kommen noch ein Navigationssystem, ein Schiebedach, ein schlüsselloses Zugangssystem und Xenon-Scheinwerfer dazu.

NEWS.AT-Fazit
Es ist nicht die Liebe auf den ersten Blick - hier geht es vielmehr ums Zusammenwachsen. Je länger man mit dem Subaru XV unterwegs ist, desto besser gefällt das SUV und zum Schluss fällt einem der Abschied richtig schwer. Der japanische Allradspezialist will mehr als nur ein ewiger Wald- und Wiesenmeister sein und wagt sich mit dem coupé-artigen SUV auf ein neues Terrain. Immerhin ist Subaru in den anderen Fahrzeugsegmenten äußerst erfolgreich unterwegs und warum nicht auch im neu entstandenen Crossover-Segment. Auch die Rückfahrkamera ist bei dem Subaru XV sehr empfehlenswert, da man beim Einparken das muskulös wirkende Heck schwer abschätzen kann. Aber das Allerwichtigste für die Kaufentscheidung: Es gibt den Subaru XV auch in "normalen" Farben!

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