Streik im öffentlichen Dienst: 30.000 Deutsche setzen ihren Ausstand weiter fort

Weitere Krankenhäuser an den Streik angeschlossen

Rund 30.000 Beschäftigte des öffentlichen Dienstes haben ihren Streik fortgesetzt. Unter anderem in Niedersachsen seien weitere Krankenhäuser in den Ausstand einbezogen worden, teilte die Dienstleistungsgewerkschaft Verdi mit. Schwerpunkt der Aktionen hier sei die Region Braunschweig, wo sich zwei Demonstrationszüge formiert hätten. Dagegen kehrten die Streikenden in Schleswig-Holstein nach ihren Warnstreiks am Mittwoch an ihre Arbeitsplätze zurück.

Vier Tage vor einem Treffen von Gewerkschaftsspitze und Arbeitgebervertretern gab es weiterhin keine Anzeichen für eine Annäherung. Die Gewerkschaft will mit dem größten Streik im öffentlichen Dienst seit 14 Jahren verhindern, dass die Wochenarbeitszeit in Westdeutschland von 38,5 auf 40 Stunden angehoben wird.

Zum ersten Mal schlossen sich auch Angestellte in Thüringen dem Streik an. In Leinefelde-Worbis traten nach Angaben von Verdi knapp 100 Beschäftigte eines Straßenbauamts für einen Tag in einen Warnstreik. Sie protestieren unter anderem gegen Pläne des Landes, die Arbeitszeit auf 42 Stunden anzuheben. Anders als ihre Kollegen im Westen haben die Beschäftigten in Ostdeutschland die 40-Stunden-Woche schon im Tarifvertrag festgeschrieben. (apa/red)