Strache stellt Fristenlösung in Frage: "Man kann darüber reden, sie zu verkürzen!"

"Staat muss helfen, damit niemand abtreiben muss"

FPÖ-Obmann Heinz-Christian Strache stellt die seit 30 Jahren gültige Fristenlösung in Frage. In einem Interview spricht sich Strache dafür aus, über die erlaubte Frist von drei Monaten, in der Schwangerschaftsabbrüche erlaubt sind, zu diskutieren. "Man kann darüber reden, sie zu verkürzen."

Vor allem sei zu trachten, dass es gar nicht zu Schwangerschaftsabbrüchen kommt: "Es muss vom Staat mehr Hilfe geben, damit niemand mehr abtreiben muss. Die FPÖ steht für das Leben", betont Strache im "Kurier".

Beachtlich nennt der FPÖ-Chef die Warnung des Salzburger Weihbischof Andreas Laun vor einer Christenverfolgung, "weil sie mir recht gibt". Dass Abtreibung in Österreich verboten werden sollte, wie Laun ebenfalls meinte, so weit will Strache aber nicht gehen.

Der Schwangerschaftsabbruch ist in Österreich straffrei, wenn er - nach ärztlicher Beratung - in den ersten drei Monaten der Schwangerschaft erfolgt. Dieses Gesetz ist 1974 nach harten Kontroversen mit den Stimmen der SPÖ beschlossen worden und am 1. Jänner 1975 in Kraft getreten. (apa)