Stoiber steckt in tiefer Umfrage-Krise: CSU in Bayern erneut unter 50 Prozent gerutscht

Dafür leichtes Plus für Landes-SPD und -Grüne

Nach den Querelen um Bayerns Ministerpräsidenten und CSU-Chef Edmund Stoiber bescheren die Umfragen der bayerischen Regierungspartei derzeit ein Wechselbad der Gefühle. Einer neuen forsa-Umfrage für den Nachrichtensender n-tv zufolge liegen die Christsozialen im Jänner mit 49 Prozent erneut unter ihrer traditionellen 50-Prozent-Marke. Im November war die CSU anderen Instituten zufolge auf 45 Prozent abgerutscht, konnte sich dann aber kurz vor Weihnachten wieder auf 56 Prozent stabilisieren.

Die bayerische SPD kann der neuen forsa-Erhebung zufolge leicht zulegen und käme derzeit auf 24 Prozent (plus drei), die Landes-Grünen verbessern sich leicht auf zehn Prozent (plus eins).

Mit ein Grund für das schlechte CSU-Ergebnis sind nach Angaben von n-tv die weiterhin schlechten persönlichen Werte von Stoiber. Der CSU-Chef wird von den eigenen Anhängern mit nur 46 von 100 möglichen Punkten so schlecht bewertet wie kein anderer Spitzenpolitiker. Insgesamt erhält er in Bayern nur 44 Punkte, im Osten Deutschlands sogar nur 28 von 100 möglichen Punkten.

Für das Stimmungsbarometer der Parteien wurden in Bayern vom 4. bis 11. Jänner 1.114 Bürger befragt. Zu den Querelen um Stoiber kam es, nachdem er zunächst als Wirtschaftsminister in die Große Koalition nach Berlin wechseln wollte, dann jedoch einen Rückzieher machte und in Bayern blieb. (apa)