Stiftungscausa von

Graf als falscher Anwalt?

FPÖ-Politiker fälschlicherweise auf Wahlvorschlag als "Rechtsanwalt" bezeichnet

Stiftungscausa - Graf als falscher Anwalt? © Bild: APA/Pfarrhofer

Der Dritte Nationalratspräsidenten Martin Graf kommt nicht aus den Schlagzeilen: Nach der Beteiligung an Bananen-Kühlschiffen soll sich der FPÖ-Politiker - laut einem Bericht einer Tageszeitung - auf dem amtlichen Wahlvorschlag zu den Nationalratswahlen im Jahr 1994 als Rechtsanwalt bezeichnet haben lassen - was er allerdings nie war.

Laut "Kronen Zeitung" stand damals in der Wahlvorschlagsliste (auf der Regionalparteiliste Wien Nord unter Liste 3, FPÖ) neben Grafs Namen als Berufsbezeichnung "Rechtsanwalt". Dies war Graf aber nie, sondern lediglich Rechtsanwaltsanwärter.

"Habe mich nie als Rechtsanwalt bezeichnet"
In der FPÖ war man vor einigen Jahren offenbar wirklich der Meinung, Martin Graf sei Rechtsanwalt. Denn diese Berufsbezeichnung findet sich nicht nur auf den Listen für die Nationalratswahlen 1994 und 1999, sondern auch in einer Parteiaussendung. Im April 1999 heißt es da bei den Kandidaten für den Wahlbezirk Wien-Nord: Dr. Martin Graf, 39 Abgeordneter zum Nationalrat, Rechtsanwalt.

Graf konnte sich am Donnerstagabend nicht erklären, wie es zu der Fehlbezeichnung gekommen war. "Ich habe niemals in meinem Leben eine falsche Berufsbezeichnung verwendet - weder auf meinen Zustimmungserklärungen zur Kandidatur bei Wahlen noch sonst irgendwo", so Graf, der einen Fehler bei der Listenerstellung vermutet.

Zuvor hatten die Grünen neue angebliche Fakten in der Stiftungscausa präsentiert. Demnach soll der Stiftungsvorstand um 50.000 Euro eine Beteiligung an Bananen-Kühlschiffen erworben haben. Dabei habe es sich um ein "Hochrisikopapier" gehandelt, sagte der Grünen Abgeordnete Öllinger am Freitag. Von Graf gab es dazu kein Kommentar, dieser sei nicht mehr im Stiftungsvorstand, sagte sein Sprecher.

Erneut Rücktritt gefordert
Die Rufe nach einem Rücktritt Grafs werden unterdessen immer lauter. "Martin Graf muss gehen!", lautet die Aufforderung der Grünen, die mittlerweile auch auf T-Shirts zu sehen ist. SPÖ-Bundesgeschäftsführerin Rudas nahm die neuen Informationen zum Anlass, von FPÖ-Chef Strache erneut den Rückzug Grafs als Dritter Nationalratspräsident zu fordern.

Kommentare

MeineWahrheit melden

Titelsucht... Dieser Link spricht Bände!!!
http://www.unzensuriert.at/content/008955-Titelsucht-und-Berufswirrwarr-auf-Nationalratswahlliste-2008
Aber nachdem wir einen Bundeskanzler ohne nachweisbare Berufsausbildung haben ist man natürlich schon auf eine studierten Juristen , der ja NUR Rechtsanwaltsanwärter ist - neidisch...
Leute,schaut euch in den Spiegel...

auwehäfn
auwehäfn melden

Re: Titelsucht...it doch bei dieser sippe nicht neues !!! aus klagenfurt wurde eine sekretärin als falsche magister ins parlament gesand ! "nase hoch und beine breit , leider sind wir schon so weit " !!!

Causa Graf Ich würde euch diesen Link empfehlen:
http://www.unzensuriert.at/content/008918-Gr-ne-bleiben-mit-Abwahlantrag-alleine

Das sagt alles!!!

Herr Graf - ziehen Sie die Konsequenzen Herr Graf, SIE sind unerwünscht! Ziehen Sie die Konsequenzen und gehen Sie! Niemand hat etwas gegen Sie persönlich. NUR - solange und seit SIE die Funktion des 3. NR Präsidenten innehaben, ist das etwas anderes. Hier müssen Sie untadelig sein. Vermutlich wissen SIE und Ihre sauberen Parteifreunde das nicht, oder legen es eben anders als die Masse der ordentlichen Menschen in diesem Staat, aus. Haben Sie es noch immer nicht kapiert, dass die Menschen Sie verachten, weil Sie nicht die Konsequenzen ziehen und auf Ihrem äußerst gut bezahlten Sessel kleben? Bitte gehen Sie und fügen Sie dem Amt und dem Parlamentarismus nicht noch mehr Schaden zu. Danke.

Eine Verwechslung ,Graf wurde falsch zitiert ,er sei amwald gestanden ! Jetz bin ich einer ,und weis nicht wie man es schreibt !? Prost !!!

was muß denn noch alles passiern, dass dieser braune Kasperl entlich abtritt und eingesperrt wird.

Seite 1 von 1