Stichwort: Griechenland - fast täglich zittert die Erde

Griechenland gilt als das am stärksten von Beben heimgesuchte Gebiet Europas. Fast täglich zittert die Erde vor allem in der Region am Golf von Korinth. Der Grund: Die afrikanische und saudiarabische Gesteinsplatte schieben sich langsam nach Norden, stoßen dort mit der nach Westen drängenden anatolischen Platte und der ozeanischen Kruste zusammen.

Nach der Theorie der Plattentektonik werden die bis zu 100 Kilometer dicken Gesteinsschollen von Kräften aus dem heißen Erdinnern bewegt. An den Plattengrenzen kommt es zu starken Spannungen, die sich schlagartig in Beben entladen können.

Entscheidend für die Wirkung von Erdbeben ist neben der Stärke auch die Tiefe des Entstehungsherdes - je näher dieser sich an der Oberfläche befindet, desto schlimmer können die Folgen sein. Zwar werden in Griechenland immer wieder Erderschütterungen der Stärke 6 gemessen; doch da das Epizentrum meist in unbewohntem Gebiet liegt, sind die Schäden häufig nur gering. (apa/red)