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Tödliches "Carsurfing"

Drei Männer verurteilt nachdem 17-Jährige vom Dach eines fahrenden Autos gestürzt war

Steiermark - Tödliches "Carsurfing" © Bild: Thinkstock

Im März war ein 17-jähriges Mädchen beim sogenannten "Carsurfing" ums Leben gekommen. Nun standen ihre drei Freunde, die bei dem Unfall dabei waren, vor Gericht. Alle drei wurden verurteilt.

Drei junge Steirer sind nach dem Tod ihrer 17-jährigen Freundin, die im März vom Dach eines fahrenden Autos gestürzt war, wegen fahrlässiger Tötung vor dem Straflandesgericht in Graz gestanden. Der 17-jährige Fahrer des Wagens saß betrunken und ohne Führerschein hinterm Steuer. Alle drei wurden verurteilt.

Ohne Führerschein und betrunken
Das Quartett war in der Nacht auf den 16. März im Gemeindegebiet von Mitterlabill im Bezirk Feldbach unterwegs, als sie die Idee zum "Carsurfing" hatten. Jeweils zu zweit legten sie sich auf das Dach des Wagens, die Fahrer wechselten. Als der 17-Jährige ohne Führerschein und noch dazu betrunken am Steuer war, kam es zum Unglück. Das Mädchen verlor den Halt, stürzte vom Dach und erlitt tödliche Kopfverletzungen. Die Reanimationsversuche der drei Burschen halfen nichts mehr.

Mahnende Worte des Richters
Vor Richter Raimund Frei zeigten sich die jungen Männer geständig, bedrückt und wortkarg. Beim Lenker stellte sich heraus, dass er bereits mit dem Moped alkoholisiert erwischt worden war. "Da wurden Sie schon einmal aufgehalten, setzen sich trotzdem betrunken in ein Auto, das sie eigentlich nicht lenken dürfen, und mit 18 setzen Sie sich dann vielleicht hinter das Steuer eines Busses. Alkohol im Straßenverkehr ist verboten, da geht es um Menschenleben. Wenn ihr es jetzt nicht lernt, dann nie mehr", mahnte Frei.

Mutter der Toten verzeiht
Vor der Urteilsverkündung verzichtete die Mutter des verunglückten Mädchens noch auf Schadenersatz und meinte: "Die Jungs waren drei Tage danach bei uns und haben sich entschuldigt. Ich möchte keine Haftstrafe für sie." Trotz der Worte der Mutter verurteilte Richter Frei den Lenker zu zwölf Monaten Haft, vier davon unbedingt. Der heute 18-Jährige bat um drei Tage Bedenkzeit. Auch der zweite Beschuldigte - er erhielt drei Monate bedingte Haft - wollte sich mit seinem Anwalt besprechen. Nur der dritte Jugendliche nahm die Diversion mit 1.200 Euro Geldstrafe sofort an.

Kommentare

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Jung und auf Action aus ist eh OK aber wenn wer ohne Schein Auto fährt, noch dazu Alkohol intus hat oder sonst irgend eine Droge ,dann sollte man diesen Idioten wenn schon vorher aufgefallen wegen Problemen länger aus dem Verkehr ziehen.Wenn dann ein Mensch sterben muss wenn der andere nicht mal clean ist, dann sollte man den Verantwortlichen schon mehr zur Brust nehmen....

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