Steiermark wuchs 2003 am stärksten: BIP-Anstieg von 4,1%, NÖ mit +1,7% Schlusslicht

Am "Stockerl": Burgenland (3,9) und Vorarlberg (3,6) Statistik Austria konstatiert "homogene Entwicklung"

Steiermark wuchs 2003 am stärksten: BIP-Anstieg von 4,1%, NÖ mit +1,7% Schlusslicht

Die Steiermark war 2003 das wachstumsstärkste Bundesland, gefolgt vom Burgenland und Vorarlberg. Am schwächsten wuchs die Wirtschaft in Niederösterreich, geht aus am Dienstag veröffentlichten Daten der Statistik Austria hervor. Generell lasse sich im Gegensatz zu den vergangenen Jahren eine ziemlich homogene Entwicklung der Bundesländer im Vergleich zur gesamtösterreichischen Entwicklung mit einem nominellen Wachstum von 2,8 Prozent im Jahr 2003 beobachten, so die Statistik Austria.

In der Steiermark wuchs das BIP 2003 um 4,1 Prozent, im Burgenland um 3,9 Prozent und in Vorarlberg um 3,6 Prozent. Der positive Wachstumstrend habe sich in diesen Bundesländern fortgesetzt.

Die geringste Wachstumsrate wies 2003 Niederösterreich mit einem Plus von 1,7 Prozent auf. Gründe sind laut Statistik Austria die leicht rückgängige Entwicklung im Bereich Verkehr und Nachrichtenübermittlung und der unter dem Österreichschnitt liegende Anstieg im Bereich "Realitätenwesen. Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen".

Kärnten stärker als in Jahren zuvor
Kärnten zeigte für 2003 ein kräftiges nominelles Wachstum (+3,4 Prozent) im Vergleich zum langjährigen Durchschnitt (+3,0 Prozent), bewirkt durch markante Zuwächse im Bauwesen und in diesem Bundesland relativ gewichtigen Dienstleistungsbereichen (Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen, Kredit- und Versicherungswesen).

Wien konnte 2003 weiterhin seinen großen Anteil am österreichischen BIP beibehalten (27,7 Prozent). Die unter dem Österreichschnitt liegende nominelle Veränderungsrate von +2,6 Prozent erklärt sich vor allem durch die rückläufige Entwicklung in der Sachgüterproduktion und der vergleichsweise schwachen nominellen Zuwachsrate im Bereich "Realitätenwesen, Vermietung beweglicher Sachen, Erbringung von unternehmensbezogenen Dienstleistungen".

Im Zeitraum 1966 bis 2003 lag das durchschnittliche nominelle Wachstum in Österreich bei 3,3 Prozent. Am stärksten wuchs das Burgenland mit plus 4,3 Prozent, am schwächsten Niederösterreich mit plus 2,9 Prozent.
(apa)