Starkes Erdbeben vor Küste Indonesiens: Keine Tsunami-Warnung ausgegeben

Stärke 7,7 auf Richterskala erschütterte Banda-See

Ein starkes Seebeben hat am Freitag den Osten Indonesiens erschüttert. In der Banda-See wurde eine Erschütterung der Stärke 7,7 gemessen. Eine Tsunami-Warnung wurde zunächst nicht ausgegeben. US-Instituten zufolge lag das Zentrum des Bebens 342 Kilometer unter der Erde und etwa 440 Kilometer nordöstlich von Dili, der Hauptstadt von Ost-Timor.

Die Erschütterungen wurden kurz vor 2.00 Uhr Ortszeit (kurz vor 18.00 Uhr MEZ) registriert. Laut dem Tsunami-Warn-Zentrum in Hawaii bestand keine Gefahr einer Flutwelle, wie es in einer Mitteilung hieß. Gemäß der Richterskala ist ein Beben ab der Stärke 7 ein "starkes Beben, das zu Katastrophen führen kann". Ab Stärke 8 spricht man von einem Großbeben.

Das Beben dauerte etwa zwei Minuten. Angaben über Schäden oder Verletzte lagen zunächst nicht vor. Berichten zufolge verließen Menschen in Ambon auf den Molukken, die etwa 200 Kilometer vom Beben entfernt liegt, in Panik ihre Häuser und liefen auf die Straße.

In der Region gibt es häufig Erdbeben. Weihnachten 2004 hatte ein Tsunami nach einem Erdbeben mehr als 200.000 Menschen in der Region getötet. (apa/red)