Star-Auflauf bei Schuh-Präsentation: Andi Ivanschitz schnupperte erneut CL-Luft!

Etablierung in Europas Eliteliga Ziel mit Salzburg "Davor müssen wir erst einmal Meister werden"

Knapp vor Beginn der K.o.-Phase in der Champions League hat sich ein Teil von Europas Fußball-Elite zur Präsentation des neuen adidas-Schuhes +F50 TUNIT in München versammelt. Inmitten der Herren Del Piero und Trezeguet befand sich mit Andreas Ivanschitz auch ein Österreicher. "Das ist schon auch eine Ehre", gestand der Nationalteam-Kapitän, der im Herbst noch selbst mit Meister Rapid in der Königsklasse gespielt hatte.

Mit seinem neuen Klub Red Bull Salzburg will sich der wohl teuerste österreichische Fußballer aller Zeiten als regelmäßiger Gast in der europäischen Eliteliga etablieren. "Aber davor müssen wir erst einmal Meister werden", erklärte der 22-Jährige. Am besten schon in dieser Saison. Am Sonntag eröffnen die Salzburger, die bei einem Spiel mehr punktegleich mit Tabellenführer Austria auf Platz zwei rangieren, die Frühjahrs-Meisterschaft in Pasching.

"Die ersten Runden werden schon sehr entscheidend sein. Da wird sich zeigen, wer das Zeug hat und wer nicht", meinte Ivanschitz, der daran erinnerte, dass nur noch 14 Liga-Partien auszutragen sind. "Ich glaube aber, dass wir am Ende die Nase vorne haben werden." Von der Qualität der Mannschaft zeigte sich der prominenteste und vor allem teuerste Neuzugang im "Bullenstall" nach absolviertem Trainingslager in Spanien positiv überrascht.

Zuletzt war Ivanschitz unter anderem von einigen Legionären dafür kritisiert worden, den vermeintlich leichteren Weg nach Salzburg jenem eines womöglich risikoreichen Wechsels ins Ausland vorgezogen zu haben. "Ich habe hier eine längerfristige Perspektive", betonte der Burgenländer. "Ich bin von meinem Weg überzeugt. Wenn jemand anderer einen anderen Weg besser findet, soll er ihn bitte einschlagen."

Doch lediglich eine Hand voll Nationalspieler kickt in internationalen Topligen. "Es wäre sicherlich kein Fehler, mehr Spieler ins Ausland zu bringen", bestätigte Ivanschitz im Hinblick auf die Heim-EM 2008. Nach der Rückkehr von Markus Schopp und Alexander Manninger im Sommer (ebenfalls beide Salzburg) ist Österreich in der italienischen Serie A beispielsweise überhaupt nicht mehr vertreten.

Dafür zieht dort Juventus Turin mit zwölf Punkten Vorsprung auf die Mailänder Topklubs AC Milan und Inter weiter einsam seine Kreise - nicht zuletzt dank Alessandro del Piero. Dabei muss der 31-jährige Juve-Kapitän ("Ich muss mich immer wieder neu beweisen") auf Grund des Überangebotes an Weltklasse-Stürmern sogar um einen Platz im italienischen WM-Kader bangen. Ein Luxusproblem, das ÖFB-Teamchef Josef Hickersberger nicht einmal ansatzweise kennt. (apa/red)