SsangYong Korando von

Rot-weiß-roter Koreaner

NEWS.AT-Autotest: Design aus Italien, Motor aus Österreich und gebaut in Korea

  • Bild 1 von 6 © Bild: Bernhard Böhm

    Fünf Passagiere finden in dem 4,41 Meter langen Korando ausreichend Platz.

Die koreanische Automarke SsangYong war bislang für ihr eigenwilliges und extravagantes Design und Motoren von Mercedes bekannt. Aber mit der neuen Modellpalette ändert sich das zusehends. NEWS.AT hat das neue Kompakt-SUV Korando auf Herz und Nieren geprüft: Das Fahrzeug überrascht mit einem großzügigen Platzangebot, tollen Fahrleistungen und dem Motor des österreichischen Motorenspezialisten AVL.

© Video: NEWS.AT

Die Koreaner geben mit dem komplett neu entwickelten SUV Korando ein ordentliches Lebenszeichen von sich und wollen damit vor allem die europäische Käuferschicht ansprechen. Dieses Vorhaben ist in der Vergangenheit durch das etwas unkonventionelle Design gescheitert. Deshalb hat man für den neuen Korando auch die Hilfe des italienischen Designers Giorgio Giugiaro in Anspruch genommen.

Schon beim Einsteigen merkt man, dass die Automarke eine Wandlung hinter sich hat. Der Innenraum überzeugt mit Geräumigkeit sowohl in der ersten Reihe wie auch auf den hinteren Plätzen. Die verwendeten Materialen sind solide verarbeitet - zumindest im Premium-Paket. Zusätzlich stehen zahlreiche Ablagen, Fächer und Flaschenhalter zur Verfügung. Einen guten Wert kann das Kofferraumvolumen mit 486 Liter aufweisen. Enttäuschend ist allerdings das erweiterte Ladevolumen - lediglich 1.312 Liter fasst der Kofferraum bei umgelegten Sitzen trotz ebener Ladefläche.

Österreichisches Motor-Know how
Unter der Motorhaube werkt ein 2,0 Liter Diesel mit 175 PS. Das selbstzündende Triebwerk vom österreichischen Motorenspezialisten AVL verhilft dem kompakten SUV zu sehr ansprechenden Fahrleistungen und bietet extrem viel Fahrspaß. Das maximale Drehmoment von 360 Newtonmeter steht zwischen 2000 und 3000 Umdrehungen zur Verfügung. Der Verbrauch liegt laut Hersteller bei 7,5 Liter auf 100 Kilometer. Beim allradangetriebenen NEWS.AT-Testfahrzeug pendelte sich der Verbrauch bei 8,6 Liter ein.

Den Sprint von null auf 100 km/h absolviert der Korando mit dem Sechsgang-Schaltgetriebe in 10,0 Sekunden - mit Automatik benötigt er mit 10,8 Sekunden eine Spur länger. Die Höchstgeschwindigkeit endet bei 179 km/h bzw. bei 186 km/h bei der Automatikversion. Der Korando wird in Österreich wahlweise in zwei Varianten angeboten: Mit Front- oder permanentem Allradantrieb, sowie wahlweise mit Sechsgang-Schaltgetriebe oder Sechsstufen-Automatik.

Preis-Leistungsverhältnis
Die absolute Stärke des Koreaners liegt im Preis-Leistungsverhältnis. Als Kunde bekommt man wirklich sehr viel Auto für sein Geld. Zur Auswahl stehen die Ausstattungslinien "Plus" und "Premium". Bereits in der Basisversion sind ESP, ABS, sechs Airbags, eine manuelle Klimaanlage, 16-Zoll-Alufelgen, elektrische Fensterheber, Lederlenkrad- und Schaltknauf, Tempomat und ein CD-Radio serienmäßig an Bord. Mit Frontantrieb kommt der Korando auf 24.990 Euro - mit Allrad auf 27.290 Euro.

Um 2.000 Euro mehr bekommt man die Premium-Linie - damit startet der 2WD Korando Premium bei 26.990 Euro bzw. bei 29.270 Euro für die Allradversion. Das Premium-Paket unterscheidet sich durch 18-Zoll-Alufelgen, eine Klimaautomatik, Ledersitze samt Sitzheizung vorne, einen elektrisch verstellbaren Fahrersitz und elektrisch einklappbare Außenspiegel. Für den Luxus eines Automatikgetriebes muss man 30.430 Euro bzw. 32.760 Euro hinblättern.

NEWS.AT-Fazit
Mit dem neuen Design des SsangYong Korando dürfte der koreanische Autohersteller endlich den Geschmack der Europäer getroffen haben. Das Fahrzeug reiht sich diesmal unauffällig in das starke Segment der kompakten SUVs ein und überzeugt durch ein sehr gutes Preis/Leistungsverhältnis. SsangYong setzt mit dem Crossover auf Sicherheit, Komfort und Fahrspaß. Im groben Gelände ist der Korando zwar nicht zu Hause, nimmt aber jedes Hindernis sehr sportlich.

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