Springreitturnier in Leipzig: Frühmann
reitet zu seinem zweiten Saison-Weltcupsieg

Stach mit Pferd The Sixth Sense deutsche Elite aus

Für Thomas Frühmann und sein Ausnahmepferd The Sixth Sense sind Siegerehrungen längst Gewohnheit. Doch mit seinem zweiten Saisonsieg im Springreiter-Weltcup innerhalb von sechs Wochen hat sich der 54-Jährige am Sonntag auch selbst überrascht. Dem Premieren-Erfolg mit seinem zehnjährigen Wallach in Genf ließ der Weltcup-Finalsieger von 1992 einen Sieg in Leipzig folgen.

Damit hat sich der Olympia-Zweite von 1992 nach 13-jähriger Unterbrechung mangels Toppferden endgültig wieder in der Weltelite etabliert. Mit dem Pferd seiner Ex-Frau Serena Hamberg und dem etwas jüngeren Limited Edition stehen ihm alle Türen offen. In der Gesamtwertung der Westeuropa-Zone nimmt Frühmann nun Rang sechs ein, die Teilnahme am Finale im April in Kuala Lumpur/Malaysia scheint gesichert.

In Leipzig profitierte Frühmann als letzter Reiter einmal mehr vom "sechsten Sinn" seines Partners. Er nahm volles Risiko und wies die komplette deutsche Elite, angeführt vom mehrfachen Olympiasieger Ludger Beerbaum auf Gladdys und Doppel-Europameister Marco Kutscher auf Cash, in die Schranken.

Mit einem fehlerfreien Ritt in 33,12 Sekunden übertraf der Wahl-Oberösterreicher alle Rivalen. Der zweite Sieg im erst vierten Weltcup-Antreten mit The Sixth Sense war 21.200 Euro brutto wert. Seine Klasse hatte das Duo bereits mit Rang zwei in der Weltcup-Qualifikation am Freitag unter Beweis gestellt. (apa/red)