Spitzenduell: Kanzler-Rennen brutal

Der Kampf um Platz eins wird knapp wie nie! Wie VP und SP die Vorteile ihrer Spitzenkandidaten nützen wollen.

Spitzenduell: Kanzler-Rennen brutal

SCHÜSSEL vor GUSI: In der Kanzlerfrage hängt Wolfgang Schüssel Herausforderer Alfred Gusenbauer klar ab. ROT vor SCHWARZ: SPÖ geht mit 41 zu 38 Prozent Vorsprung ins Wahljahr. 62 Prozent rechnen mit klarem SPÖ-Sieg.

Nur eines steht fest: Das Rennen wird spannend, und wer im Herbst Bundeskanzler ist, ist noch völlig offen. Denn knapper könnte die Ausgangslage vor der Nationalratswahl für die beiden Großparteien und ihre Spitzenkandidaten nicht sein:

Als Partei liegt die SPÖ seit langem und unangefochten in Führung, doch der Abstand zur ÖVP ist nicht groß. Die aktuelle NEWS-Gallup-Umfrage vom Anfang dieser Woche bestätigt das: Würde am kommenden Sonntag gewählt, so käme die SPÖ auf 41 Prozent der Stimmen (minus ein Prozentpunkt gegenüber Oktober 2005), und die ÖVP bleibt wie zuletzt bei 38 Prozent. Als Partei ist die SPÖ also in der Pole-Position.

Vorteile für den Titelverteidiger. Bei diesem knappen Vorsprung gewinnt die Person des Spitzenkandidaten an Bedeutung. Und hier ist es umgekehrt: Der „Titelverteidiger“ und ÖVP-Chef Wolfgang Schüssel bekäme bei einer Direktwahl des Bundeskanzlers das Vertrauen von 48 Prozent der WählerInnen, SPÖ-Vorsitzender und Herausforderer Alfred Gusenbauer von 38: „Ein klarer Vorteil für die Person Schüssel“, wie Gallup-Chef Fritz Karmasin konstatiert. Er hat derzeit die breitere Wirkung: 57 Prozent finden, er solle die ÖVP in die Wahl führen, während für 36 Prozent die ÖVP unter einem anderen Spitzenkandidaten eher wählbar wäre – am ehesten sind das jüngere WählerInnen, Angestellte, Beamte und Arbeiter und, etwas überraschend, die BezieherInnen hoher Einkommen. In der eigenen Partei aber ist Schüssel unangefochten: 93 Prozent wollen ihn an der Spitze sehen.

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