Die staatliche Prämienförderung beim Bausparen könnte bereits ab April und nicht erst ab 2013 halbiert werden. Einen entsprechenden Bericht bestätigte Finanzministeriumssprecher Harald Waiglein der APA: "Ja, das ist der derzeitige Diskussionsstand. Es ist aber noch nicht fix."
Laut den Sparpaket-Unterlagen der Regierung von vorigem Freitag sollte der staatliche Zuschuss zum Bausparen erst ab Anfang nächsten Jahres halbiert werden - von derzeit 3 auf 1,5 Prozent. Bei maximaler Ausschöpfung wäre dies eine Kürzung von 36 auf 18 Euro pro Jahr.
Nun ist laut Waiglein in Überlegung, heuer nur noch für Jänner bis März die volle Prämie von 3 Prozent zu gewähren, danach nur mehr 1,5 Prozent. Bei Erstattung der Prämie für das ganze Jahr 2012 würde dann ein Durchschnittsprozentsatz in Höhe von 1,875 Prozent angewendet, wie auch "Österreich" schreibt.
Entwurf noch nicht fix
Ob das letztlich im Regierungsentwurf zum Sparpaket so drinnen stehen wird, hänge von der noch laufenden Diskussion darüber ab: "Es gibt heute und in den nächsten Tagen noch Koordinationsrunden zum Entwurf." Ob dies bedeute, dass die Entwürfe damit fix erst kommende Woche vorliegen, wollte der Sprecher nicht bestätigen.
In das Papier von vorigem Freitag hat das Finanzministerium an Einsparvolumen durch die Bausparprämien-Halbierung von jeweils 76 Mio. Euro für die Jahre 2013 bis 2016 eingestellt, in Summe somit 304 Mio. Euro allein in diesen vier Jahren - anders als bei der Zukunftsvorsorge ist die Kürzung hier ja unbefristet vorgesehen.
Rückgang der Einlagen befürchtet
Seit Bekanntwerden der Pläne von voriger Woche hagelt es Kritik von den Bausparkassen, die einen Rückgang der Einlagen und damit auch Probleme bei den Darlehensvergaben befürchten. Der durch folglich geringere Investitionen entstehende Umsatzsteuer-Entfall werde größer sein als die Ersparnis des Bundes durch die geplante Kürzung der Prämien, hatte s-Bauspar-Chef Josef Schmidinger gemeint. In Österreich haben mehr als 5,5 Millionen Menschen einen Bausparvertrag im Spar- oder Darlehensstadium - davon 5,188 Mio. im Ansparstadium.
Daran, dass in den Jahren 2010 bis 2012 abgeschlossene Bausparverträge heuer ohne rückwirkenden Verlust der Prämie gekündigt werden können, wolle man festhalten, so Waiglein.
Kommentare
Wir sparen für die Griechen Eigentlich logisch, denn: Wir sparen für die Griechen.
Euer
Pastor Hans-Georg Peitl
Bundesobmann der
Freiheitlichen Christen Österreichs (FCÖ)
http://www.bedenklich.at
Re: Wir sparen für die Griechen 100% richtig!
Früher wurden die 100en Mrd. im eigenen Land investiert und damit Wohlstand und Arbeitsplätze geschaffen!
Die Bausparprämie wird gekürzt, aber keinsesfalls die Pfründe der Politiker und Parteien!
(7.1.2011: Die Parteien kassierten 35 Mio an Förderungen)
17.2.: Mitterlehner (ÖVP) verlangt eine höhere Grundsteuer
6.3.2012: Frau Fekter ist stolz auf dieses Belastungspaket. (In ORF ZIB)
Zwischen 2008 und 2010 sind die Staatsschulden in Österreich um 12% gestiegen! Das nennen Faymann und Spindeleger sparen und Schuldenbremse.