SP-Studie zum Postverkauf: 77 Prozent der Österreicher sind gegen die Privatisierung

Haider: 'Ausverkauf unserer Betriebe sofort beenden' PLUS: Zehn Antworten zum Börsengang der Post

77 Prozent der Österreicher sind laut einer von der SPÖ Oberösterreich in Auftrag gegebenen "market"-Umfrage dafür, dass die Post weiter in öffentlicher Hand bleibt, wie der oberösterreichische SP-Landesvorsitzende Erich Haider bekannt gab.

Dieser Meinung seien auch 69 Prozent der ÖVP-Wähler und 75 Prozent der FPÖ-Wähler, so Haider. 71 Prozent der Befragten gaben an, dass nur die Anleger und nicht die Bevölkerung profitieren werde. 69 Prozent glauben, dass sich die Versorgung im ländlichen Raum verschlechtern werde. 75 von 100 Befragten würden laut Umfrage glauben, dass es zu weiteren Schließungen von Postämtern kommen werde.

Die Regierung wolle in den letzten Monaten vor ihrer Abwahl noch alles verscherbeln, was nicht niet- und nagelfest sei, meinte Haider. Man werde ganz entschieden und gemeinsam gegen diesen Ausverkaufswahn und für mehr Beschäftigung im Land eintreten, so der SP-Landesvorsitzende.

Für ÖVP-Generalsekretär Reinhold Lopatka ist die SPÖ angesichts ihres Widerstands beim Post-Bösengang zur "Neinsager-Partei" geworden. "Neben einer Politik des Vernaderns und der Beleidigungen gibt es von der Gusenbauer-Cap-SPÖ eigentlich immer nur ein Nein", so Lopatka in einer Aussendung. Schon bei der Voest-Privatisierung habe die SPÖ "alles schlecht geredet" und sei damit vollkommen falsch gelegen. (apa/red)