Skurrile Restaurants von

Essen neben Leichen

Soll in Indien Glück bringen. Ein Restaurant serviert nun seine Currys zwischen Särgen.

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    Im "Lucky Hotel" ist das Essen zum Sterben gut: Hier speist man zwischen Leichen.

Man kann sagen, das Essen ist hier zum Sterben gut: Denn zwischen einfachen Holztischen stehen in diesem westindischen Restaurant Särge mit menschlichen Überresten herum. Mahlzeit!

"Es ist schon etwas unheimlich, neben einem Grab zu sitzen und zu essen, aber man gewöhnt sich daran", erklärt der 45-jährige Ushman Vora, der das skurrile Lokal seit seinem zehnten Lebensjahr besucht. "Die grünen Särge erinnern mich daran, dass jede Sekunde des Lebens kostbar ist". Und tatsächlich: Die Besucher des "Lucky Hotel" in Ahmedabad speisen hier auf gewöhnlichen Holztischen zwischen 22 Särgen.

Ein Fall für die Gesundheitsbehörde?
Nicht in Indien: Hier gilt es glücksbringend, sich in der Nähe von Verstorbenen aufzuhalten. Und so machten die Besitzer des außergewöhnlichen Restaurants ihre Lage zu Geld. Sie beschlossen die Grabmähler von Sufi-Dichtern und Mogule-Heiligen nicht umzusiedeln, sondern stattdessen mitten in ihrem Lokal "auszustellen". Und so können die Besucher ein Mittagessen dazu nutzen, für die Verstorbenen zu beten und gleichzeitig "spirituelle Pluspunkte" zu sammeln.

Seit 40 Jahren ist das "Lucky Hotel" nun ein Selbstläufer. Jeden Tag wischen die Angestellten mit einem Putzlappen über die grünen Leichenkisten und legen ein paar Blümchen darauf. "Ich weiß nicht, wer hier begraben liegt", meint Besitzer Krishna Kutty, "aber ich weiß, er bringt mir und meinen Gästen Glück", fügt der Hindu hinzu. Berühmt ist sein gewöhnungsbedürftiges Sarg-Restaurant übrigens nicht nur für den morbiden Beigeschmack, sondern auf für den Milchtee und die Butterbrötchen.


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