Skispringen: Für den Weltcup-Kalender 2006/07 sind drei Skiflug-Bewerbe geplant

Walter Hofer: "Athletik führt zu größerer Dichte"

Das Skifliegen hat für die Springer den Schrecken vergangener Tage verloren, der Substanzverlust während eines Wochenendes auf den größten Schanzen hält sich in Grenzen. "Ich finde Skifliegen nicht so belastend", sagt Andreas Widhölzl. Der Tiroler zählt allerdings zur Gruppe der Spezialisten, die gerne öfter fliegen würden.

Ihrem Wunsch wird kommende Saison entsprochen. "Da wird es sogar drei Skifliegen geben, in Vikersund, Oberstdorf und Planica", kündigte FIS-Renndirektor Walter Hofer an. Der Kulm kommt frühestens im Jahr 2008 wieder zum Zug, falls sich der ÖSV dafür bewirbt.

Die fünf Skiflugschanzen, auf denen regelmäßig Bewerbe stattfinden, befinden sich lauf Hofer vom Profil her in jenem perfekten Zustand, den der moderne Sprungsport erfordert. Neben den drei genannten Bakken gehören der Kulm und Harrachov zu diesem Kreis. Umbauarbeiten seien nur am Anlauf in Oberstdorf geplant.

Der Kärntner Hofer hält theoretisch Flüge bis in den Bereich von 300 Meter für möglich, doch dies sei nicht im Sinne des Sports. "Wir wollen die Zuschauer nahe am Geschehen haben, sie sollen die Springer nicht nur als kleine Punkte sehen", erklärt Hofer.

Die FIS hat durch diverse Maßnahmen - nicht zuletzt durch Einführung des Body Mass Index, der leichteren Athleten kürzere Ski vorschreibt und damit den Auftrieb reduziert - der Athletik im Sprungsport wieder zu größerer Bedeutung verholfen. "Durch stärkeren Absprung wird die Flugkurve höher und die Streuung der Weiten geringer. Das trägt zu guter Dichte und größerer Spannung bei", erklärt Hofer.

(apa)