Ski-Weltcup Damen von

Lindsey Vonn - und dann lange nichts

Zwei Gesamtsiege fehlen noch auf den Rekord von Annemarie Moser-Pröll

Lindsey Vonn beim Training © Bild: GEPA pictures/Pranter

An Lindsey Vonn dürfte auch im Winter 2012/2013 kein Weg vorbei führen, wenn es um den Gesamtweltcupsieg geht. Selbst die Konkurrenz hat die US-Amerikanerin ganz oben auf der Liste. Vonn selbst meinte vor dem Auftakt in Sölden: "Ich denke, dass auch Maria Höfl-Riesch, Tina Maze und Julia Mancuso Chancen haben, den Gesamtweltcup zu gewinnen." Auf Annemarie Moser-Pröll, die zwischen 1971 und 1979 insgesamt sechs große Kristallkugeln gesammelt hat, fehlen Lindsey Vonn noch zwei Triumphe.

Vonn entschied die Wertung im vergangenen Winter mit 1.980 Punkten vor Maze (1.402), Höfl-Riesch (1.227), Mancuso (1.020) sowie den Österreicherinnen Anna Fenninger (994) und Elisabeth Görgl (987) für sich. Auf der einen Seite war die Freude über die vierte Kugel nach 2008, 2009 und 2010 bei Vonn groß, auf der anderen ärgerte sie sich über den verpassten Punkte-Weltrekord im Weltcup. Diesen hält der Salzburger Hermann Maier, der im Jahr 2000 mit exakt 2.000 Punkten die große Kristallkugel erobert hatte.

Aussichtsreichste Österreicherinnen im Wettstreit um die konstanteste Skileistung im Winter sind wie in der Vorsaison die Allrounderinnen Görgl und Fenninger. Beide mit Kampfansagen aber zurück. "Als Anwärterin sehe ich ganz klar Lindsey Vonn, aber ich denke, es gibt auch andere, die mitreden wollen. Die Leute, die vorige Saison vorne mitgemischt haben, werden auch heuer wieder Thema werden", sagte die Steirerin Görgl, die als Doppel-Weltmeisterin von Garmisch 2011 auch bei der Heim-WM Medaillen anpeilt.

Fenninger vermisst Spannung
"Lindsey ist natürlich Nummer eins, sie war in den letzen Jahren immer stark", meinte die Salzburgerin Fenninger. Auf der Rechnung hat sie "natürlich auch Maria". Und frischer Schwung ist ebenfalls erwünscht: "Ich würde es der Tina (Maze/Anm.) auch mal vergönnen. Der Gesamtweltcup ist bei den Damen in den letzten Jahren sehr unspektakulär gewesen, vielleicht wird es ja mal wieder spannender, mal schauen."

Höfl-Riesch, die im März 2011 Vonn die große Kugel um gerade einmal drei Punkte abgejagt hatte, war im vergangenen Winter ohne reelle Chance. Zwölf Siegen der nunmehr 28-Jährigen aus den Vereinigten Staaten standen drei der Läuferin aus Bayern gegenüber. "Lindsey ist für mich die absolute Favoritin. So überragend, wie sie die letzte Saison gefahren ist, wüsste ich nicht, wer sie schlagen sollte", meinte Höfl-Riesch.

ÖSV-Stars müssen sich steigern
"Lindsey Vonn und Tina Maze gehören sicher zu den Anwärterinnen. Die Österreicherinnen müssen sich noch steigern“, meinte Mancuso. Maze arbeitete sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich nach vorne, schloss seit 2009 als Sechste, Vierte, Dritte und Zweite ab.

Für den bisher letzten und insgesamt 15. rot-weiß-roten Gesamterfolg hatte 2007 Nicole Hosp gesorgt, die sich knapp vor Landsfrau Marlies Schild durchgesetzt hatte. 2008 wurde Hosp Zweite, seitdem steht kein Stockerlplatz für den ÖSV in der Endabrechnung mehr zu Buche. Zweimal in Folge war Kathrin Zettel anschließend beste ÖSV-Läuferin, 2009 als Vierte und 2010 als Fünfte. 2011 kam Görgl auf Platz vier, 2012 Fenninger auf fünf.

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