Der tragische Selbstmord war. Wie konnte es so weit kommen? Wieso hatte sie beschlossen, vorzeitig zu gehen? Angeblich hat die Rolle der "Anna" ihr Leben zerstört. Engagements bekam die Schauspielerin später kaum mehr, dadurch fehlte zum Schluss sogar das Geld für die Miete.
Dazu kam noch der plötzliche Selbstmord ihrer Mutter. Danach fiel Silvia Seidel in ein tiefes Loch, auch karrieretechnisch lief es nicht rund, die Schauspielerin musste sich mit kleinen Nebenrollen in Produktionen wie "Sturm der Liebe", "Um Himmels Willen" oder "Soko Leipzig" begnügen.
Am Ende starb sie einsam und alleine, hinterließ lediglich einen Abschiedsbrief. Eine Wirtin hat schließlich die Polizei gerufen, nachdem die "Anna"-Darstellerin bereits seit mehreren Tagen tot in der Wohnung lag. Und niemand hat es mitbekommen. Keine Freunde, keine Verwandten. Anscheinend ging die Schauspielerin, die offenbar Alkoholikerin war, täglich in ihre Stammkneipe. Nur dort hat sie gefehlt.
Silvia trank jeden Tag "Bier und Schnaps"
"Silvia kam jeden Nachmittag, trank Bier und Schnaps, drei bis fünf solcher Gedecke. Zuletzt sah ich sie beim Zigarettenholen. Ich sagte: Komm doch nachher noch zu mir. Da hat sie nur traurig geschaut und gesagt: Ach Maria, ich weiß nicht'", so Wirtin Maria Mucalovic gegenüber der "Bild".
"Die Rolle der Anna hat mir mein Leben versaut!"
Der frühe Erfolg schien ihr nicht gerade gut getan zu haben, und nach dem Hoch kam das Tief: "Ich wollte nur noch weg aus Deutschland. Es war unerträglich geworden für mich. Ich konnte nicht mehr über die Straße gehen, ohne angesprochen zu werden, ich war nicht mehr Silvia, sondern Anna", erzählte die Schauspielerin noch im Vorjahr der Zeitschrift "Freizeit Revue". Und weiter: "Die Rolle der Anna hat mir mein Leben versaut!" Ein Leben, das nun vorzeitig beendet wurde.
