Sieg in der Buckelpiste: Dale Begg-Smith
holt erstes Gold für Australien in Turin

Insgesamt drittes Winter-Gold für "Aussies" Silber und Bronze geht an Finnland und USA

Mit 13 Jahren hat er im Internet-Business seine erste Million gemacht, mit 21 Jahren holte er sich Gold bei Olympia: Dale Begg-Smith aus Australien hat den Buckelpisten-Wettbewerb der Freestyler gewonnen und seinen ungewöhnlichen Lebenslauf um ein weiteres Kapitel bereichert. Der Ski-Akrobat setzte sich am Mittwoch auf dem schwierigen Kurs in Sauze d'Oulx mit 26,77 Punkten durch und verwies den Finnen Mikko Ronkainen (26,62 Punkte) auf den Silber-Rang. Die Bronze-Medaille holte sich der Amerikaner Toby Dawson (26,30).

Begg-Smith holte mit seinem wilden Ritt über die Buckelpiste die überhaupt dritte Goldmedaille bei Winterspielen für Australien nach Shorttracker Steven Bradbury und der Freestylerin Alisa Camplin.

Geboren wurde der Modellathlet aber in Kanada. Weil er dort keine Chance hatte in die nationale Freestyle-Auswahl zu kommen, wechselte er ins Team von "Down Under". Seinen eigenen Weg zu gehen hatten Begg-Smith und sein Bruder Jason, der auf Rang 29 kam, früh gelernt. Um den Sport finanzieren zu können, forderten die Eltern sie auf, selbst Geld zu verdienen. Die Begg-Smith-Brüder gründeten daraufhin als Teenager die Marketing-Firma AdsCPM Network, die heute 40 Millionen Dollar (33,6 Mio. Euro) wert ist.

Im Finale zeigte der Australier, der in New York und Vancouver lebt und einen Lamborghini fährt, einen "Back Flip Cross" und einen Sprung mit einer Drehung von 720 Grad.

Mit einer großen Enttäuschung endete der Wettbewerb für den Finnen Janne Lahtela. Der Olympiasieger von Salt Lake City 2002 und Zweite von Nagano 1998 landete nur auf Platz 16. Der Favorit kam mit den schwierigen Rhythmuswechsel in der 223 Meter langen und besonders eisigen Bahn mit kurzen Buckeln nicht zurecht.

(apa/red)