Sieben Tote bei Blutbad in US-Postamt: 44-jährige Ex-Mitarbeiterin war Todesschützin

Nach einem Tag weitere Verletzte gestorben 44-Jährige tötete offenbar auch Nachbarin

Das Blutbad in einer Poststelle im US- Bundesstaat Kalifornien hat am Mittwoch ein weiteres Menschenleben gefordert. Eine 44-jährige Frau, die in der Nacht zum Dienstag schwer verletzt worden war, ist nach Angaben der Polizei am Mittwoch gestorben. Damit ist die Zahl der Toten auf sieben gestiegen.

Eine frühere Postangestellte ist als Todesschützin identifiziert worden. Sie hatte sich nach dem Amoklauf selbst das Leben genommen. Ihre sechs Opfer waren 28 bis 57 Jahre alt. Über das Motiv der Tat hat sich die Polizei noch nicht geäußert. Nach Angaben des Radiosenders KCBS untersuchen die Beamten einen weiteren Mord. Eine frühere Nachbarin der Todesschützin sei erschossen gefunden worden, hieß es.

Nach Mitteilung der Polizei war die Täterin im Jahr 2003 wegen "psychologisch-medizinischer Probleme" von der Poststelle entlassen worden. In der Tatnacht sei sie einem Fahrzeug dicht gefolgt, um so die Schranke auf einem gesicherten Parkplatz passieren zu können. Vor dem Gebäude habe die Schützin zwei Frauen getötet. Ein weiteres Opfer befand sich am Eingang, sowie zwei Leichen in der Post-Sortierstelle, wo sich die Frau selbst tötete.

Nach Augenzeugenberichten war gleich nach den ersten Schüssen Panik ausgebrochen. Dutzende Menschen seien aus dem Gebäude auf die Straße gelaufen, berichteten Lokalsender. Rund 80 Mitarbeiter sollen sich während des Blutbads in dem Gebäude aufgehalten haben.

Es war der Gewaltakt mit den meisten Opfern an einem US- Arbeitsplatz seit 2003. Damals hatte ein 48-jähriger Mann in einer Fabrik für Flugzeugteile im US-Staat Missouri sechs Kollegen erschossen und sich selbst das Leben genommen. (apa)