Die Volksrepublik China hat erstmals eine Frau ins All geschickt. Die 33-jährige Liu Yang und zwei männliche Astronauten startete am Abend (Ortszeit) mit einer Rakete vom Typ "Langer Marsch 2F" vom Weltraumbahnhof Jiuquan in der Wüste Gobi ins All, wie die das chinesische Fernsehen zeigte.
Ihr Raumschiff "Shenzhou 9" soll im All an das Testmodul "Tiangong 1" ("Himmelspalast 1") andocken, mit dem China Ende September 2011 den Startschuss für den Bau einer eigenen Raumstation gegeben hatte.
In dieser Zeit stehen einige Premieren für das chinesische Raumfahrtprogramm auf dem Programm: In zwei Tagen soll das erste bemannte Andockmanöver am Raummodul "Tiangong 1" (Himmelspalast 1) erfolgen. Das Manöver soll erstmals manuell gesteuert werden. Ebenfalls erstmals werden zwei Taikonauten nach dem Rendezvous in 343 Kilometern Höhe in den Himmelspalast wechseln und sich insgesamt zehn Tage darin aufhalten.
Eine von zwei Frauen
Die "Taikonautin" Liu ist eine von zwei Frauen, die für das chinesische Raumfahrtprogramm ausgewählt wurden. China hatte sein Programm zur bemannten Raumfahrt im Jahr 1990 begonnen, das als Symbol für seinen Anspruch auf eine Stellung als Weltmacht im All gilt. Im Jahr 2003 gelang es China nach den USA und der Sowjetunion als weltweit dritter Nation, mit einem eigenen Raumfahrzeug einen Menschen ins All zu schicken.