Selbstmord nach Crash an der Börse Tokio: Bei Geschäften, die zu Verlust führten, dabei

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Die Aktienbörse in Tokio hat am Donnerstag nach den Panikverkäufen vom Vortag wieder deutlich an Boden gut gemacht. Der Nikkei-Index für 225 führende Werte notierte nach Beginn des um eine halbe Stunde verkürzten Nachmittagshandels ein kräftiges Plus von 389,16 Punkten oder 2,54 Prozent beim Zwischenstand von 15.730,34 Punkten. Am Vortag war es in Folge des Skandals um die japanische Internetfirma Livedoor zu massiven Abschlägen gekommen, die auch andere Weltbörsen unter Druck setzten.

Nach dem Livedoor-Schock würden sich die Investoren nun aber wieder auf Japans wirtschaftliche Fundamentaldaten besinnen, sagten Händler. Gegen die Internetfirma Livedoor wird wegen des Verdachts der Kursmanipulation im Zuge der Übernahme eines Unternehmens sowie wegen angeblicher Bilanzfälschung ermittelt. Livedoor erklärte am Donnerstag, bei einer internen Untersuchung sei kein Fehlverhalten in Zusammenhang mit der Unternehmensübernahme festgestellt worden.

Unterdessen berichteten japanische Medien unter Berufung auf die Polizei, dass der Vize-Präsident einer Firma, die an den Akquisitionsgeschäften von Livedoor beteiligt war, am Vortag tot gefunden wurde. Der 38-Jährige habe offenbar Selbstmord begangen.(apa)