Seit 1. Jänner heißt es Strafsteuer zahlen für neue Diesel-Pkw ohne Partikelfilter

Liste für Neuwagen soll vor bösem Erwachen schützen Ab 1. Juli 2006 wird das Partikelfilter-Malus erhöht

Seit 1. Jänner heißt es Strafsteuer zahlen für neue Diesel-Pkw ohne Partikelfilter

Seit 1. Jänner 2006 müssen all jene Autofahrer Strafsteuer zahlen, die beim Neuwagenkauf eines Diesel-Pkw ein filterloses Modell wählen. Mit Jahresbeginn ist die zweite Etappe des Bonus-Malus-Systems in Kraft getreten. Wer sich jetzt einen Neuwagen bis 80 kW oder darüber mit Partikelfilter kauft, bekommt eine kleine "Finanzspritze" vom Bund in der Höhe von 300 Euro. "Der Wermutstropfen ist, dass jene, die ein Dieselauto ohne Filter neu anmelden, bis 30. Juni 0,75 Prozent mehr Normverbrauchsabgabe (NoVA) bezahlen, aber höchstens 150 Euro", sagt ÖAMTC-Cheftechniker Max Lang. Für Diesel-Pkw über 80 kW gilt das Bonus-Malus-System schon seit Juli 2005.

Ab 1. Juli 2006 wird das Partikelfilter-Malus schließlich nochmals erhöht: Die Normverbrauchsabgabe (NoVA) beim Kauf eines Diesel-Pkw ohne Partikelfilter erhöht sich von 0,75 auf 1,5 Prozent, maximal aber 300 Euro.

Aktualisierte Liste Neuwagen
Damit beim Autokauf kein böses Erwachen droht und die richtige Wahl beim Neuwagenkauf leichter fällt, haben die ÖAMTC-Techniker die Liste aller derzeit verfügbaren Neuwagen mit serienmäßigem Partikelfilter rechtzeitig zum Jahreswechsel aktualisiert. Unter www.oeamtc.at/partikelfilter finden sich alle derzeit erhältlichen Fahrzeugmodelle mit Partikelfilter mit Stand Ende Dezember 2005. Außerdem haben die Club-Experten alle Informationen zu Fördermodellen des Bundes, der Länder und der Gemeinden auch im Nachrüstbereich zusammengefasst.

Vorsicht beim Nachrüsten
Der Einbau der Partikelfilter-Technologie wird von allen Autoherstellern bereits freiwillig angeboten. Vorsicht ist bei nachträglichen Einbauten oder Gutscheinen für Nachrüstungen beim Neuwagenkauf geboten. "Nachrüstfilter fallen nicht unter die Förderung des Bundes, weil sie den Förderungsgrenzwert von 5 mg/km Partikel nicht erreichen. Das heißt, man darf bei einem nachträglichen Einbau mit keiner Bundes-Förderung rechnen", weiß Lang.

Besondere Landesförderung
Derzeit sehen nur die Steiermark, Salzburg und Oberösterreich eine besondere Landesförderung in der Höhe von jeweils 300 Euro für den Einbau eines Nachrüstfilters, unabhängig ob Neu- oder Gebrauchtwagen, vor. In Graz und Linz gibt es zusätzlich 100 Euro, in Klagenfurt 120 Euro und in Volders in Tirol 150 Euro. "Maßgeblich für diese Förderungen ist, wo das Fahrzeug zugelassen wird", so der ÖAMTC-Cheftechniker. (apa/red)