Schweres Fährenunglück in Indonesien:
Viele Überlebende aus dem Wasser gerettet

Rund 160 Menschen waren an Bord des Motorboots

Beim Untergang einer indonesischen Fähre mit bis zu 160 Menschen an Bord sind wahrscheinlich Dutzende Passagiere ertrunken. Helfern gelang es jedoch, mindestens 116 Schiffbrüchige aus der aufgewühlten See im Osten des Landes zu retten. Die Behörden hatten am Mittwoch unterdessen kaum Hoffnung, die zunächst mehr als 40 Vermissten noch lebend zu bergen. Meterhohe Wellen und starker Regen behinderten die Suchaktion. Die Fähre war auf dem Weg von der Hafenstadt Kupang in West-Timor auf die nahe gelegene Insel Rote, als sie am Dienstagabend (Ortszeit) in schwerer See sank.

Viele der Überlebenden waren nach ihrer Rettung sehr geschwächt, berichtete ein Behördensprecher. Für einen Mann sei jede Hilfe zu spät gekommen: Er starb kurz nach seiner Bergung.

Den Angaben zufolge hatte der Kapitän des Schiffes zwei Stunden nach dem Ablegen per Funk von Problemen berichtet. Danach sei der Kontakt zu den Hafenbehörden in Kupang abgebrochen. Die genaue Ursache des Unglücks war zunächst unklar. Das Schiff sei für die normalerweise fünfstündige Überfahrt nach Rote den Vorschriften gemäß ausgerüstet gewesen, sagte ein Behördensprecher.

Die Marine setzte bei der Suche nach Überlebenden neben Schiffen auch Hubschrauber ein. Nach Angaben eines Marinesprechers befanden sich bis zu 160 Menschen an Bord der Fähre. Die Hafenbehörden hatten zuvor von rund 140 Passagieren und Besatzung gesprochen. Das Schiff transportierte zudem Autos, Lastwagen, Motorräder und Ladung. (apa/red)