Schwere Waldbrände in Australien: Drei Menschen kamen ums Leben, Pilot verletzt

Helikopter bei Brandbekämpfung von Feuer erfasst Mehr als 100.000 Hektar in Flammen aufgegangen

Die Wald- und Flächenbrände im Süden Australiens haben drei Menschen das Leben gekostet: Nach einem Autounfall verbrannten zwei Insassen in ihrem Wagen, ein Feuerwehrmann wurde auf dem Weg zu einem Einsatz getötet. Sein Löschzug war etwa 90 Kilometer nordöstlich von Melbourne unterwegs, als er sich an seiner Kreuzung überschlug, wie die Polizei erklärte. Drei Kollegen wurden verletzt. Insgesamt waren fast 10.000 Feuerwehrleute im Einsatz, um mehr als 20 Brände in der Region unter Kontrolle zu bringen.

Die beiden Autoinsassen rammten am Sonntagabend mit ihrem Wagen einen Baum und konnten sich nicht mehr in Sicherheit bringen. "Es könnte sein, dass die Flammen das Auto überholt haben", sagte der Polizist Martin Dorman. Bei der Brandbekämpfung aus der Luft wurde ein Hubschrauberpilot verletzt. Seine Maschine wurde von den Flammen erfasst und musste notlanden. In der Stadt Anakie, 150 Kilometer südwestlich von Melbourne, wurden nach Angaben der Feuerwehr 20 Gebäude zerstört oder beschädigt.

"Wir haben weit mehr als 100.000 Hektar verbrannter Fläche mit sehr aktiven Bränden und gefährlichen Gegenden", sagte Graham Fountain von der Brandschutzbehörde in Victoria. Mehrere zehntausend Schafe und anderes Vieh kamen in den Flammen um. Das Feuer sei so schnell gekommen, dass sie ihre Schafe nicht mehr habe in Sicherheit bringen können, sagte die Bäuerin Jandy Slattery. Ladenbesitzer berichteten, die Bauern kauften Munition ein, um ihre schwer verletzten Tiere zu erschießen. "Sie sind den Tränen nahe, es ist schrecklich dort draußen", sagte Steven Cox. "Alles ist schwarz."

Bei Temperaturen von mehr als 40 Grad Celsius fachte starker Wind die Flammen immer mehr an. "Es war ein heißer Start ins Jahr, und wir bereiten uns auf eine Verschärfung der Lage vor", sagte der Sprecher der Feuerwehrbehörde, Anthony Spargo. Die Regierung des Staates Victoria warnte, das Schlimmste sei noch nicht vorbei.

Die meisten Brandherde gab es in Victoria. Aber auch auf Tasmanien sowie in Westaustralien kam es nach der Hitze der vergangenen Tage zu mehreren Bränden.
(apa)